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Armut wirksam bekämpfen

15.03.2018

Der Sozialverband und Klinikträger BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. fordert die neue Bundesregierung auf, wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut in Deutschland zu ergreifen. Kurzfristig seien eine Anhebung der Regelsätze in der Sozialhilfe sowie die Einführung einer armutsdämpfenden Mindestrente nötig, um der wachsenden Armut entgegenzuwirken. Dazu erklärt die Vorsitzende des Verbands, Ilse Müller:

Armut wirksam bekämpfen

„Die Debatte um die Essener Tafel zeigt auf fatale Weise, dass der Staat als soziales Korrektiv der Gesellschaft in Teilen gescheitert ist. Es ist nicht akzeptabel, dass eine wachsende Zahl von Menschen im reichen Deutschland auf Nahrungsmittelspenden angewiesen ist, während die Politik zur gleichen Zeit große Investitionssummen im zweifellos wichtigen Bereich der Digitalisierung bewegen kann, in der Lage ist, im Eilverfahren Banken mit Miliardensummen zu stützen und zugleich über eine Aufstockung des Wehretats verhandelt. Wir müssen die politische Aufmerksamkeit auf die schwachen in der Gesellschaft richten, um den sozialen Zerfall zu verhindern. Wir setzen uns für eine teilhabebezogene Berechnung der Sozialleistungen ein, die offenkundig seit längerer Zeit nicht mehr mit dem tatsächlichen Bedarf der Betroffenen, der Teuerung im Bereich der Mieten, Energiekosten und allgemeinen Lebenshaltungskosten Schritt hält. Regelsätze der Sozialhilfe müssen ebenso wie eine gesetzlich garantierte Mindestrente so konstruiert sein, dass sie Mobilität und Teilhabe garantieren und vor allem dem Nachwuchs Zugang zu Bildungseinrichtungen, Nachhilfestunden, Sportvereinen und musischer Erziehung ermöglichen. Ist dies nicht gewährleistet, werden Betroffene gesellschaftlich abgehängt und wirtschaftlich dauerhaft ausgeschlossen.“ 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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