Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

BDH fordert Garantierente

06.11.2017

Die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Ilse Müller, fordert angesichts der jüngsten Rentendebatten einen unverstellten Blick auf die Realität am Arbeitsmarkt und die in der Folge prekärer Arbeitsverhältnisse wachsende Altersarmut. Die Rentenpolitik müsse mit wirksamen Instrumenten wie einer wirtschaftlichen Teilhabegarantie durch eine Garantierente der Erosion der klassischen Erwerbsbiografie entgegensteuern:

BDH fordert Garantierente

„Die Diskussionen um die Rückabwicklung von Mütterente und Rente mit 63 zeigen, dass die zuständigen Fachpolitiker in den Sondierungsgesprächen das grundsätzliche Problem der Altersarmut nach wie vor umsteuern und Nebelkerzen werfen. Wenn eine Jamaika-Koalition einen sozialpolitischen Fußabdruck mit längerer Halbwertzeit hinterlassen will, wäre eine Garantierente eine ideale Wahl. Es ist unakzeptabel, eine wachsende Zahl von Geringverdienern und Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien zielsicher mit Minirenten abzuspeisen und zuzulassen, dass der bereits heute erkennbare soziale Graben weite Teile der kommenden Rentnergeneration ökonomisch und sozial ausgrenzt“, warnt Müller.

Die klare Tendenz zu häufigen Jobwechseln und Phasen von Arbeitslosigkeit sowie temporärer Selbständigkeit benötige ein sozialpolitisches Korrektiv, das wirtschaftliche Risiken im Alter abfedere. Eine sichere Grundrente von monatlich 1.000 Euro, in der Folge an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt, wäre eine wegweisende Rahmensetzung für die Zukunft und würde die deutsche Rentenpolitik in das angebrochene Zeitalter einer zunehmend friktionellen Arbeitswelt hieven, so Müller weiter.  

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

BDH-Kreisverband Gelsenkirchen • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 0228/96984-0
ImpressumDatenschutz