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Gesetzliche Rente stärken

27.04.2017

Anlässlich der heutigen Rentendebatte im Deutschen Bundestag fordert der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. eine generelle Stärkung der gesetzlichen Rentenbasis. Es brauche dringend eine Schubumkehr in der Rentenpolitik, um einerseits die Finanzierungsbasis zu verbessern und andererseits auch zur ursprünglichen solidarischen Lastenverteilung zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeberseite zurückzukehren, fordert die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller:

Gesetzliche Rente stärken

„Die Lastenverteilung der Renten muss wieder auf den Kurs der paritätischen Finanzierung einschwenken. Es ist unakzeptabel, dass sich die Arbeitgeberseite schrittweise aus dem solidarischen Rentenkonsens verabschiedet hat und eine wachsende Zahl von Menschen im Alter auf Grundsicherungsleistungen angewiesen ist. Gleichzeitig koppeln sich die Renten durch die kontinuierliche Absenkung des Rentenniveaus dauerhaft von der Lohnentwicklung ab, was Altersarmut gerade für prekär Beschäftigte geradezu unabwendbar macht und einen Keil zwischen die Generationen treibt. Altersarmut darf nicht zur Normalität für prekär Beschäftigte und Menschen mit unterbrochener Erwerbsbiografie werden und als Abschluss einer lebenslangen Erwerbsleistung gesellschaftlich akzeptiert werden. Die Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente sowie Schritte zur rentenrechtlichen Anrechnung von Pflegezeiten sind Maßnahmen, die in die richtige Richtung weisen. Wenn sich die Bundesregierung nun durchringen kann, die Finanzierungsbasis der gesetzlichen Rentenversicherung mit Hilfe der Integration Selbständiger und Beamter zu verbreitern, um das Absinken des Rentenniveaus zu verhindern, kann es gelingen, die Renten in Deutschland wieder auf ein festes Fundament zu stellen.“

Seit 2003 hat sich die Zahl der Bezieher von Grundsicherungsleistungen im Alter von 258.000 auf 536.000 Ende 2015 erhöht. Darunter besitzen 415.000 Personen einen Anspruch auf eigene Altersrente. „Die Zahlen lassen das Ausmaß drohender Altersarmut erahnen, dass auf ein Land zukommt, in dem bereits heute etwa jeder Sechste als arm oder von Armut bedroht gilt und dass sich einen alternativen Arbeitsmarkt von etwa sieben Millionen prekär Beschäftigten leistet“, so Ilse Müller.
 

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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