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NRW muss Zeichen für fairen Arbeitsmarkt setzen

03.04.2017

Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen fordert die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Ilse Müller, von der Landesregierung ein Zeichen für einen gerechten Arbeitsmarkt zu setzen:

NRW muss Zeichen für fairen Arbeitsmarkt setzen

„Nordrhein-Westfalen hat in den zurückliegenden Jahren trotz konjunktureller Achterbahnfahrt eine Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft. Immerhin ist es der Wirtschaft gelungen, eine Viertelmillion zusätzlicher sozialversicherungspflichtiger Jobs zu schaffen und so auch in den strukturschwachen Regionen des Landes einen Beitrag zur Vergangenheitsbewältigung zu leisten. Trotz der guten Zahlen dürfen wir uns angesichts des noch immer boomenden Niedriglohnsektors mit dem Erreichten auf keinen Fall zufrieden geben. Fast 20 Prozent der Jobs in NRW sind keine regulär-sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen. Leiharbeit und Werkverträge prägen noch immer den Arbeitsmarkt in strukturschwachen Regionen. Wir erwarten von der Landesregierung, sich in Berlin für wirksame Maßnahmen gegen sachgrundlose Befristung stark zu machen, um ein klares Zeichen gegen Lohndumping zu setzen. Ein Zwei-Klassen-Arbeitsmarkt mit großem Niedriglohnsektor mag durch kurzfristige Beschäftigungserfolge Druck vom Kessel der Sozialversicherungen nehmen, wird langfristig allerdings das gesellschaftliche Problem der Altersarmut massiv befeuern. Vorausschauende Politik muss diese Entwicklung erkennen und nachhaltig ausbremsen.“
 

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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