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Betriebsrentenreform in der Kritik

29.05.2017

Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. bemängelt die Abschaffung der Garantierente im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. Dennoch begrüßt die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller, die Einführung von Freibeträgen für Beitragszahler:

Betriebsrentenreform in der Kritik

„Die betriebliche Altersvorsorge hat das Ziel des Aufbaus einer zweiten Säule in der Altersvorsorge bis zum heutigen Tag nur unzureichend geleistet. Die Bezugsquote unter Erwerbstätigen liegt mit 60 Prozent viel zu niedrig, um von einer Breitenwirkung zu sprechen. Zudem stagniert dieser Anteil seit Jahren und trägt in der Konsequenz zu wenig zu einer tragenden Statik des Gesamtsystems der Altersvorsorge bei. Auch die Rentenhöhen fallen größtenteils zu gering aus, weshalb von einer eigenständigen Rentensäule nicht die Rede sein kann. Reformschritte wie die Einführung von Freibeträgen im Falle des Grundsicherungsbezugs waren daher längst überfällig, um auch Menschen mit geringerem Einkommen einen Zugang zur Betriebsrente zu ermöglichen. Wir begrüßen das Engagement von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf diesem Gebiet ausdrücklich. Es bleibt dennoch fraglich, ob die jetzt beschlossenen Reformschritte in der betrieblichen Altersvorsorge in ihrer Gesamtwirkung hinreichen, den Kreis der Anspruchsberechtigten zügig zu erhöhen. Wir sehen es insbesondere als kritisch an, die Arbeitgeberseite von der Rentenhaftung zu befreien und lediglich die Beitragshöhe zu garantieren, um eine vage Ziel- anstelle einer Garantierente zu vereinbaren, selbst wenn dies in Zeiten dysfunktionaler Kapitalmärkte möglicherweise temporär schwer vermeidbar ist.“
 

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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