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Der BDH vor Ort

Der BDH hilft

Das hervorragende Serviceangebot des BDH beinhaltet auch ein dichtes Netz aus Landes- und Kreisverbänden, das über ganz Deutschland geknüpft ist: Selbsthilfe unmittelbar vor Ort.

Die Hauptaufgabe der Kreisverbände besteht in der Beratung, in der Vermittlung sozialrechtlicher Beratung und Unterstützung durch den BDH, aber auch in der Organisation von Austausch und Geselligkeit zwischen Betroffenen und ihren Angehörigen. Mit der Mitgliederstruktur und den Bedürfnissen der Betroffenen ändern sich jedoch auch die Fragen und Probleme, die an die Kreisverbände herangetragen werden.

Immer häufiger wird inzwischen auch eine sozialmedizinische oder im engeren Sinne rehabilitationstechnische und therapeutische Beratung gewünscht. Die Kreisverbände begreifen sich deshalb mehr und mehr als ein Glied der Rehabilitationskette und als Bindeglied zwischen Selbsthilfe im alltäglichen Umfeld und institutionalisierter Rehabilitation. Angesichts der soziodemographischen Entwicklung in der Bundesrepublik ist davon auszugehen, dass die Zahl der chronisch kranken und behinderten Menschen zunehmen wird.

 

Ökonomische Entwicklung

Die ökonomische Entwicklung der letzten Jahre hat nicht nur zu einer grundlegenden Veränderung des Arbeitsmarktes geführt, sondern auch zu einer spürbaren Kürzung der im Sozial- und Gesundheitswesen zur Verfügung stehenden Mittel. 

Hier sind grundlegende Umstrukturierungen notwendig, damit etwa eine angemessene medizinische Versorgung für alle möglich bleibt. Dies führt unter anderem dazu, dass eine Reihe von ehemals als gesamtgesellschaftliche Aufgaben begriffene Leistungen in die private Verantwortung der Einzelnen bzw. der Familien verlegt werden.

Als gemeinnütziger Selbsthilfeverband fordert der BDH die Aufrechterhaltung des Solidarprinzips im öffentlichen Gesundheitswesen. Dennoch gehen wir davon aus, dass Selbsthilfe vor allem für diejenigen an Bedeutung gewinnen wird, die durch eine chronische Erkrankung oder Behinderung ökonomisch, sozial und psychisch stark belastet und von gesellschaftlicher Isolierung bedroht sind.

Hier werden künftig lokale Selbsthilfegruppen und traditionsreiche Selbsthilfeorganisationen wie der BDH, der VdK, die AMSEL, die Deutsche Schlaganfallstiftung und andere ohne Konkurrenzdenken eng und möglichst arbeitsteilig zusammenarbeiten müssen.

Selbstorganisierte Hilfe

Ein Mehr an selbstorganisierter Hilfe - eben Selbsthilfe - wird ebenso nötig wie bei knappen Mitteln ohne ehrenamtliches Engagement nicht zu realisieren sein. Viele ehrenamtlich Tätige - nicht nur im BDH - machen allerdings die Erfahrung, dass auch ein Ehrenamt Kraft kostet und vielfältige Kompetenzen fordert. In der nachhaltigen Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer sehen die BDH-Kreisverbände ein weiteres Aufgabengebiet, das möglichst in Kooperation mit anderen Organisationen mittelfristig erschlossen werden soll.

Die regionale Vernetzung der Selbsthilfeaktivitäten könnte es ermöglichen, den Betroffenen und ihren Angehörigen sozialrechtliche, sozialmedizinische, medizinische und therapeutische Beratung und die so wichtige sozialintegrative und psychosoziale Unterstützung ("social support") zu bieten, die sich als Hilfe zur Selbsthilfe versteht. 

Nur durch eine Vernetzung der Selbsthilfe wird es gelingen können, auch im ländlichen Raum ein flächendeckendes und vielschichtiges Angebot aufzubauen.

 

BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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