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Die Geschichte des BDH

Vom "Kriegerverein" zum modernen Selbsthilfeverband

Die Wurzeln des BDH reichen bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Unter den Millionen von Verwundeten dieses ersten mit modernen Massenvernichtungswaffen geführten Krieges waren auch viele Opfer mit Hirnverletzungen. In München fanden sich am 18. Februar 1920 hirnverletzte Kriegsopfer aus dem Reservelazarett I zusammen, um den "Verein deutscher hirnverletzter Krieger in Bayern e.V." zu gründen.

Wie aus der Satzung dieser ersten Hirnverletzten-Organisation in Deutschland hervorgeht, erstrebte der neugegründete Verein den "Zusammenschluss sämtlicher hirnverletzter Krieger im Reich zur Wahrung ihrer ideellen und wirtschaftlichen Interessen auf dem Gebiet der allgemeinen geistigen Schulung, der beruflichen Ausbildung, der Arbeitsbeschaffung und Siedlung, Vertretung bei Körperschaften, gegenüber Behörden und Gesetzgebung!"

 
Der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker besucht das Rehabilitationszentrum
Der damalige Bundespräsident Richard von Weizäcker besucht das Rehabilitationszentrum
Der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blüm
Der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, Norbert Blüm
Erwin Weißenberg 1921–2003, langjähriger Bundesvorsitzender
Erwin Weißenberg 1921–2003, langjähriger Bundesvorsitzender
 

Bund deutscher hirnverletzter Krieger e.V.

Weitere Vereine in anderen Ländern des Deutschen Reiches folgten, die sich 1927 in Frankfurt am Main zum "Bund deutscher hirnverletzter Krieger e. V." zusammenschlossen.

Innerhalb der Ideologie des Nationalsozialismus, wo auch neurologische Patienten das Diktum vom "lebensunwerten Leben" fürchten mussten, gab es keine Basis für eine breitere Selbsthilfearbeit von Hirnverletzten.

Am 16. Dezember 1945 wurde der "Bund hirnverletzter Kriegs- und Arbeitsopfer" in Bonn gegründet, um die Tradition der Selbsthilfeorganisation fortzusetzen und in eigenen Kliniken qualitativ hochwertige Rehabilitation anzubieten, die nicht an eigenwirtschaftlichen Gesichtspunkten orientiert ist.

In der Folge entstand ein bundesweites Netz aus Kliniken, Landes-, Kreis- und Ortsvereinen.

Eine moderne Selbsthilfeorganisation

1974 änderte der Verein seinen Namen in "Bund Deutscher Hirnbeschädigter (BDH)", seit der Bundestagung 1994 trug der Verein den Namen "BDH Bundesverband für Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter". Auf der Bundesdelegiertenversammlung 2008 in Rheda-Wiedenbrück erhielt der Verein seinen heutigen Namen: 

"BDH Bundesverband Rehabilitation"

Um seine langjährige Erfahrung allen Behinderten zukommen lassen, änderte der BDH seine Satzung. Aus dem einstigen "Kriegerverein" ist eine moderne, als gemeinnützig und mildtätig anerkannte Selbsthilfeorganisation geworden, die sich als "Zusammenschluss aller Behinderten, insbesondere der Hirnbeschädigten, Kriegsopfer, Wehrdienstbeschädigten, Arbeits- und Unfallverletzten, Querschnittsgelähmten, Hinterbliebenen und Sozialrentner" versteht.

 

Der BDH - eine Erfolgsgeschichte

Datum Ereignis

18.02.1920

Gründung "Verein deutscher hirnverletzer Krieger in Bayern e.V."

1927

In Frankfurt am Main: "Bund deutscher hinverletzter Krieger e.V. als Zusammenschluss weiterer Vereine anderer Länder des deutschen Reiches

16.12.1945

Bonn: Gründung "Bund hirnverletzter Kriegs- und Arbeitsopfer

1945-70er Jahre

Bildung bundesweiter Netze aus Kliniken, Landes-, Kreis- und Ortsvereinen

1974

Der Bund hirnverletzter Kriegs- und Arbeitsopfer ändert seinen Namen in "Bund Deutscher Hirnbeschädigter" (BDH)

1994

Namensänderung in "BDH Bundesverband für Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter"

2008

Namensänderung in "BDH Bundesverband Rehabilitation"

2016

Aus dem einstigen "Kriegerverein" ist ein moderner, bundesweit operierender Selbsthilfeverband geworden, bereit für die Herausforderung des 21. Jahrhunderts

Nachrichtenblatt aus dem Jahr 1924 
Nachrichtenblatt aus dem Jahr 1924
 

BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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