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Bein-OP nach Infektion im Krankenhaus

Bettina von Roiss

Bettina von Roiss kämpft um ihre Unabhängigkeit

Eine simple Mandeloperation wurde zur Katastrophe. Nach einer Infektion mit Krankenhauskeimen verlor Bettina von Roiss ihr rechtes Bein. Katapultiert in ein neues Leben, bahnt sich die junge Mutter ihren Weg zurück in einen neuen Alltag.

Bestimmen zu können, wann man sich an welchen Ort begibt, bedeutet Freiheit. Dass diese Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist, musste unser Mitglied Bettina von Roiss erfahren. Die Neuwiederin verlor im Zuge einer Infektion mit A-Streptokokken während eines Krankenhausaufenthalts anlässlich einer Mandeloperation im Mai 2015 ihr rechtes Bein. Mangelnde Hygiene im Krankenhaus – ein grassierendes Problem, das Jahr für Jahr Tausende Infektionsopfer zählt. Innerhalb von 24 Stunden hatten die Bakterien in der rechten Wade die Oberhand gewonnen und sich bis in den Oberschenkel ausgebreitet. Starke Schmerzen führten zum CT und der Schockdiagnose – eine Hüftexartikulation war unvermeidlich, am Ende des künstlichen Komas stand der Rollstuhl.

Die 31-Jährige erinnert sich: „Schlagartig stand alles Kopf. Alles ging damals im Krankenhaus so verdammt schnell – ich habe Wochen gebraucht, um zu realisieren, was tatsächlich geschehen ist. Aber langsam lichten sich die Nebel und die Gewöhnung an meine Prothese beginnt.“ Der Alltag im Rollstuhl und das Training mit der Oberschenkelprothese blockieren eine Menge Zeit. Hausarbeit im Handumdrehen? Fehlanzeige! Für die dreifache Mutter war der Verlust ihrer Mobilität ein  Riesenschock. Immerhin müsse eine fünfköpfige Familie gemanaged werden: „Mein Mann ist beruflich viel eingebunden und kann nicht immer präsent sein. Ich muss dringend wieder mobil werden. Seitdem ich mein rechtes Bein verloren habe, bin ich auf Hilfe angewiesen.

Ohne Auto ist es nicht möglich, die Kinder zu betreuen und mir wieder einen Job zu suchen.“

Das ist das Problem: Der Neuwieder Stadtteil Gladbach liegt weit ab vom Schuss. Die Erledigung täglicher Selbstverständlichkeiten bereitet große Schwierigkeiten. Die Einkäufe erledigen, die Kinder zur Schule oder am Wochenende einmal ins Grüne fahren – derzeit bleibt das Illusion. Wären nicht die Eltern bereits in Rente und Nachbarn zur Stelle gestaltete sich die Situation für die Tochter als zu schwierig. Bettina von Roiss kämpft sich nach ersten Reha-Erfolgen und angepasster Prothese zurück in ihren Alltag. Doch ein Auto muss her. Eines, das ihren komplizierten Anforderungen gerecht wird. Bremse und Gaspedal müssten vertauscht werden, ein Automatikgetriebe ist nötig und Platz für die drei Kinder darf auch nicht fehlen. Die Familienkasse gibt den Kauf samt notwendigem Fahrtraining allerdings nicht her. Die junge Frau benötigt den fahrbaren Untersatz, um wieder Geld zu verdienen und die Kasse zu füllen – ein Teufelskreis, der die ganze Familie schwer belastet. Der BDH unterstützt sein Mitglied Bettina von Roiss dabei, bald wieder mobil zu sein. Wir freuen uns, wenn auch Sie sich für die junge Familie engagieren würden.

Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE 51 370 205 000 000 250 250
BIC BFSWDE33XXX
Betreff: Mobilität

 
Bettina von Roiss vor ihrem umgebauten Fahrzeug 
Bettina von Roiss vor ihrem umgebauten Fahrzeug
Fahrzeugumbau 
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