BDH-Magazin 7/8 2025
16 BDH-MAGAZIN 7/8 2025 MEDIZIN/REHABILITATION Ernährungstherapie – wie geht es zu Hause weiter? Ernährung - das unterschätzte Rehaproblem (Teil 3) Wie kann die Ernährungstherapie nach der Entlassung aus der Rehabilitation fortgeführt wer - den und welche Hilfestellungen gibt es für daheim? Dr. Simone Schmidt, Britta Flegel und Verena Hellmann aus der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf geben Hinweise und Anregungen. I st das gewünschte Rehabilitationsziel er- reicht oder kann keine weitere Verbes- serung des Gesundheitszustandes in der Rehaklinik erreicht werden, wird die Ent- lassung geplant. Sollte zu diesem Zeitpunkt weiterhin eine medizinische Ernährungsthe- rapie notwendig sein, sollte diesbezüglich zunächst ein Informationsgespräch erfolgen. Aufklärung vor Entlassung In dem Gespräch sollte über den weiter- hin bestehenden Bedarf einer Ernährungs- therapie sowie über die vorhandenen Umsetzungsmöglichkeiten in der nach- stationären Versorgung aufgeklärt wer- den. Um dies bewerkstelligen zu können, arbeiten verschiedene Berufsgruppen wie der Ärztliche Dienst, der Pflegedienst, die Logopädie, die Diätassistenz sowie der Sozialdienst im Rahmen des Entlass-Ma- nagements eng zusammen. Alle relevanten Informationen zum Ernäh- rungszustand, zu ernährungsrelevanten Erkrankungen sowie zur während der Re- habilitation erfolgten und weiterhin er- forderlichen Ernährungstherapie sollten mindestens 36 bis 48 Stunden vor der ge- planten Entlassung an die weiterversorgen- de Stelle gegeben werden. Dies kann beispielsweise die Hausärz- tin oder der Hausarzt, der Pflegedienst oder ein sogenanntes Homecare-Un- ternehmen als Bindeglied zwischen der Rehabilitandin oder dem Rehabilitanden sowie Klinik, Hausärztlicher Versorgung und Pflegedienst sein. Damit die Klinik mit allen Akteuren Kontakt aufnehmen darf, benötigt sie eine Einwilligung zur Datenübermittlung, die von der Rehabi- litandin oder dem Rehabilitanden unter- schrieben werden muss. Wichtige Dokumente • Im Arztbrief wird die ernährungsmedizi- nische Anamnese (Gesundheitszustand und Krankheitsgeschichte), die damit einhergehende ernährungsmedizinische Diagnose sowie die Ernährungstherapie im Behandlungsverlauf notiert und eine regelmäßige Überprüfung des Ernäh- rungszustandes beziehungsweise Fort- führung der Ernährungstherapie empfoh- len. In den Therapieergebnisberichten der Logopädie und der Diätassistenz sind detaillierte Informationen zur Art der Ernährungstherapie und/oder zu Nah- rungsanpassungen zu finden. • Im pflegerischen Überleitungsbogen wer- den zusätzliche Informationen zum Er- nährungszustand wie zum Beispiel zum aktuellen Gewicht bereitgestellt, ebenso zum pflegerischen Bedarf im Rahmen des
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