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Die kleinste klinische Einrichtung des BDH besteht 20 Jahre! Seit zwei Jahrzehnten ist das BDH-Therapiezentrum Ortenau die Anlaufstelle für Patienten, die an einem neurologischen Krankheitsbild leiden. Die Therapie wird nach Schlaganfällen, bei Multipler Sklerose, Schädel-Hirntraumata, Amyotropher Lateralsklerose (ALS) und seit einiger Zeit zur Behandlung von Post- und Longcovid eingesetzt.

20 Jahre BDH-Therapiezentrum Ortenau

Gemeinsam mit dem gesamten Bundesvorstand konnte die Geschäftsführerin Sabina Decker am Mittwoch den runden Geburtstag der Einrichtung feiern. Der Gengenbacher Bürgermeister Thorsten Erny (ganz links) ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren.
Maßgeblich an der Konzeption und Gründung eines ambulanten Therapiezentrums beteiligt war Dr. Karl-Heinz Hagel, der aus seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Ärztlicher Direktor der BDH-Klinik Elzach den entsprechenden Behandlungsbedarf genau kannte, ein entsprechendes Angebot umsetzte und die Einrichtung über viele Jahre auch leitete, später gemeinsam mit Sascha Gawlitzek.

In den 20 Jahren seines Bestehens war das Therapiezentrum erst in der Offenburger Wilhelm-Bauer-Straße angesiedelt, danach in Elgersweier. Doch die Räume wurden zu klein, weshalb es auf das Gelände des Ortenau-Klinikums Offenburg zog. 2018 meldete das Ortenau-Klinikum Eigenbedarf an, es folgte zum Jahreswechsel 2018/19 der Umzug nach Gengenbach in die Leutkirchstraße.

Das bewährte Konzept, mit dem das Therapiezentrum in 18 Jahren zu einem der führenden Anbieter von ambulanter neurologischer Therapie in Südbaden geworden ist, bleibt auch in Gengenbach erhalten. Neben der Behandlung aller neurologischen Krankheitsbilder bei Erwachsenen werden auch Kinder und Jugendliche therapiert. Die Kombination von multiprofessioneller Therapie aus Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie, die neurologische Spezialisierung und die hochmoderne Ausstattung an Therapiegeräten und Therapierobotik ist ein Alleinstellungsmerkmal in der regionalen Gesundheits-landschaft. Die Therapie, die den wichtigen sozialrechtlichen Grundsatz „ambulant vor stationär“ erfüllt, bietet eine zielgerichtete, hochfrequente und wissenschaftlich gut belegte Behandlung.

Das Einzugsgebiet des Gengenbacher Zentrums umfasst die komplette Ortenau und reicht bis in den Freiburger Raum. Sehr eng arbeitet das Zentrum mit der BDH-Klinik in Elzach zusammen, dem größten Einzelstandort für neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg.
Die enge Verzahnung der einzelnen Therapiebereiche, die Fülle an therapeutischen Angeboten mit Einzel- und Gruppentherapien sowie Hausbesuchen, regelmäßige fachärztliche Supervision garantieren eine optimale, auf den Alltag des einzelnen Patienten abgestimmte Therapie.

Schon ab Februar 2019 werden im Gesundheitszentrum in der Leutkirchstraße die Neurointensivwochen (NIWo) angeboten, ein in Deutschland revolutionäres Konzept bei der ambulanten Behandlung auch länger zurückliegender neurologischer Ereignisse.
„Es gibt zahlreiche Betroffene, die von ihrer Belastbarkeit und Motivation her gerne viel mehr machen würden, aber das in herkömmlichen ambulanten Therapien nicht umsetzen können“, sagt Sabina Decker, die Geschäftsführerin des BDH-Therapiezentrums Ortenau. Die Wirksamkeit intensiver, hochfrequenter Behandlungsintervalle ist durch viele Studien gut belegt und wird auch von den Behandlungsleitlinien für Schlaganfallbetroffene empfohlen. Durch die übliche niedrige Behandlungs-frequenz von 1-2 Behandlungen pro Woche wird nicht das gesamte mögliche Verbesserungspotential der Betroffenen abgerufen. „Was machen Sie mit Patienten, die sagen: Ich will so viel üben wie möglich? Für diese Menschen haben wir mit den Neuro-Intensivwochen hier in Gengenbach ein überzeugendes und wegweisendes Angebot. Eine vergleichbare Therapie gab es bisher in der Region nicht.


Im Vordergrund stehen der Alltag und die Teilhabe der Patienten. Auch die Ziele entstehen aus dem Alltag der Betroffenen. Eine bestimmte Gehstrecke bewältigen. Das geliebte Hobby wieder ausüben können. Das setzen wir gemeinsam mit unseren Patienten um. Da kann man dann wirklich sagen: „Üben! Üben! Üben! Konkret heißt das: täglich 3-4 Stunden intensive Behandlung – 3 Wochen lang“, erklärt Sabina Decker.
Die Patienten der Neurointensivwochen kommen nur zum Üben ins Zentrum und übernachten – oft gemeinsam mit den begleitenden Angehörigen - in Hotels oder Pensionen. Die Abrechnung erfolgt über Heilmittelverordnungen (Rezepte), die jeder Hausarzt ausstellen kann, was ein Genehmigungsverfahren bei den Kostenträgern vermeidet. Aus diesen Verordnungen werden individuelle Pakete für jeden Patienten geschnürt.

Die Neurointensiv-Wochen umfassen – wie die ambulante Praxis auch - das gesamte Therapiespektrum aus Physiotherapie, Ergotherapie, Sprach- und Schlucktherapie, jeweils mit qualifizierten Therapeuten und moderner Therapierobotik. Dazu gehören klassische Verfahren wie Bobath, PNF oder Perfetti, Therapieverfahren wie Arm-Basis-Training, Arm-Fähigkeits-Training, Spiegeltherapie und natürlich computergestütztes motorisches Training mit Pablo, Tymo, Armeo oder Myro - als Einzeltherapie oder in Kleingruppen mit maximal vier Teilnehmern. Hinzu kommen anerkannte neuropsychologische Therapie-verfahren wie das Training mit RehaCom und FreshMinder und schließlich der ganze Bereich der Behandlung von Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen.

Dabei setzt das Team um Sabina Decker auf maximale Effizienz. Nach dem vorab geführten Erstgespräch mit der Erfassung von Wünschen, Erwartungen und Zielen des Patienten erhält dieser bereits am ersten Tag eine ausführliche Befundung inklusive Videodokumentation, Behandlungsplan und schon erste Behandlungen. Soweit erforderlich, können am zweiten Tag Schienen und Orthesen erprobt werden. Außerdem werden die Patienten mit Eigenübungsprogrammen für zuhause versorgt.