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Gesundheitspolitischer Dialog mit MdB Peter Weiß an der BDH-Klinik Elzach

19.06.2018

Der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß sowie der erste Vorsitzende des Fördervereins der BDH-Klinik Elzach, Eberhard Hirschbolz, machten sich über die aktuellen Entwicklungen in der BDH-Klinik Elzach vor Ort ein Bild.

Gesundheitspolitischer Dialog mit MdB Peter Weiß an der BDH-Klinik Elzach

Peter Weiß, mittlerweile seit 20 Jahren für die CDU im Bundestag tätig, zeigte sich bei seinem Besuch erneut beeindruckt vom Wachstum und der positiven Entwicklung der Klinik, die vor allem bei der kompetenten Versorgung schwer- und schwerstkranker Patienten zu den führenden Einrichtungen in Deutschland zählt. Die BDH-Klinik Elzach ist mittlerweile der größte Einzelstandort für neurologische Frührehabilitation in Baden-Württemberg und mit über 600 Mitarbeitern größter Arbeitgeber im oberen Elztal.

Herr Weiß und Herr Hirschbolz informierten sich im Dialog mit Geschäftsführer Daniel Charlton und Prof. Claus Wallesch, dem Ärztlichen Direktor, über neue Entwicklungen an der Klinik.

Nicht nur angesichts der laufenden Baustelleneinrichtung für den Neubau auf dem Klinikgelände nahm Weiß das positive Wachstum der BDH-Klinik Elzach erfreut und anerkennend zur Kenntnis. Im Gespräch betonte Prof. Wallesch nochmals die Notwendigkeit des Ergänzungsneubaus. Das neue Gebäude wird dringend für die erforderliche Bettenerweiterung benötigt, durch welche die BDH-Klinik Elzach die Kapazitäten insbesondere für schwerbetroffene neurologische Patienten auf insgesamt über 220 Betten erhöht.
Der moderne Neubau bedeutet einen nochmaligen Fortschritt in der Behandlungsmöglichkeit für hochkomplexe Krankheitsbilder. Die Klinik hat sich dabei bewusst entschieden, auf Mehrbettzimmer zu verzichten und plant ausschließlich mit großzügigen Ein- oder Zweibettzimmern, um eine bestmögliche qualitative Versorgung und Behandlung zu gewährleisten. Dennoch ermöglichen die neuen Räumlichkeiten durch kurze Wege für die Mitarbeiter ein effizienteres und wirtschaftlicheres Arbeiten am Patienten, so Wallesch.

Reger Austausch erfolgte auch über zukünftige Anbindung des Straßen- und Schienenverkehrs des oberen Elztals. Die Klinikleitung begrüßte die perspektivische Verbesserung der Verkehrsanbindung des oberen Elztals und dankte Herrn Weiß für die langjährige politische Unterstützung der nunmehr auf den Weg gebrachten Maßnahmen. Die Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass die notwendigen Baumaßnahmen jedoch nicht die medizinische Notfallversorgung sowie den Krankentransport beeinträchtigen dürften. Herr Weiß sicherte zu, dass dieses wichtige Anliegen bei den zuständigen Planungsbehörden angemessen berücksichtigt wird.

Gesundheitspolitik und regionale Gesundheitsversorgung

Auch die Auswirkungen des Krankenhausstrukturgesetzes und aktueller gesundheitspolitischer Entscheidungen auf die Gesundheitsversorgung, wurden im gemeinsamen Dialog reflektiert. Die Initiativen der Bundesregierung, die Pflege im Krankenhausbudget unter anderem über das neue Pflegestellen-Förderprogramm zukünftig besser zu refinanzieren, wurden von der Klinikleitung positiv bewertet.
So sei es grundsätzlich zu begrüßen, dass Krankenhäuser mit dem Pflegezuschlag einen Anreiz bekommen hätten, eine angemessene Pflegeausstattung vorzuhalten. Dies bestätige, so Geschäftsführer Charlton, nunmehr auch den von der BDH-Klinik Elzach schon früh eingeschlagenen Weg. Die Notwendigkeit einer guten Pflegequalität sei neben hoher fachlicher Qualifikation auch maßgeblich durch die Anzahl der Mitarbeiter geprägt. So hat die BDH-Klinik Elzach schon deutlich vor anderen Krankenhäusern reagiert und auch ohne finanzielle Anreize in den letzten Jahren neue Pflegestellen geschaffen. Die BDH-Klinik beschäftigt bei derzeit 190 Betten insgesamt über 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegedienst. Dies ermöglicht laut Charlton auch eine pflegerische Betreuung und Therapie, die ein herausgehobenes Qualitäts- und Leistungsmerkmal der Klinik darstelle. Die ergänzenden Ausführungen von Herr Prof. Wallesch über das Engagement der Klinik in der Erforschung der therapeutischen Pflege und deren federführende Umsetzung wurden von Herr Weiß anerkennend festgestellt.

Deutlich kritischer als die begrüßenswerten Maßnahmen für den Pflegebereich sieht die Klinikleitung jedoch die weiterhin unzureichende Gesamtfinanzierung deutscher Krankenhäuser. Insbesondere der Fixkostendegressionsabschlag (FDA), den Krankenhäuser auch bei medizinisch dringend erforderlichen Leistungssteigerungen gewähren sollen, führe zu großen finanziellen Belastungen. Die Annahme, man könne zusätzliche Leistungen im Krankenhaus durch Größenspareffekte bis zu 65 Prozent günstiger erbringen, sei schlichtweg falsch, so Charlton. Gute Medizin werde nun einmal von qualifiziertem Personal erbracht; eine mangelnde Kostenerstattung zusätzlicher nötiger Leistungen führe damit gesetzlich gefordert zu einer weiteren deutlichen Leistungsverdichtung. Angesichts des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sei dies ein bedenkliches Signal.

Umso beeindruckter zeigte sich MdB Weiß vom optimistischen Ausblick der Klinikleitung und ließ sich interessiert die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Aus- und Weiterbildung erläutern. Mit der dualen Qualifikation von examinierter Ausbildung und Bachelor-Studium in der Pflege wird seit 2017 ein innovatives Modell für die Fachkräfteentwicklung in der BDH-Klinik angeboten. Der duale Abschluss in der Pflege, in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Freiburg, richtet sich an Interessenten mit höherem Bildungsabschluss oder an besonders qualifizierte Berufstätige.
Die derzeit insgesamt 30 Auszubildenden in unterschiedlichen Berufs- und Qualifikationsfeldern tragen erheblich zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs in der BDH-Klinik Elzach bei. Ein hauseigenes Fortbildungsprogramm, großzügige Fort- und Weiterbildungsregelungen sowie ein hervorragendes Betriebsklima sind Beleg dafür, dass trotz des angespannten Personalmarkts nicht nur die Leistungszahlen, sondern auch die Mitarbeiterzahl an der BDH-Klinik Elzach in den letzten Jahren nachhaltig gewachsen sind. Herr MdB Weiß sowie Herr Charlton und Prof. Wallesch betonten abschließend die Wichtigkeit des gemeinsamen gesundheitspolitischen Dialoges.

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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