Koalition braucht neue Erzählung

07.01.2019

Armut ist auch in Deutschland ein sehr reales Problem. Immer wieder kommen Forscher in ihren Armutsberichten zu dem Schluss, dass der Anteil armer Menschen an der Bevölkerung inzwischen über 16 Prozent beträgt. Der Sozialverband BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. fordert daher die Große Koalition in Berlin auf, sich verstärkt dem Kampf gegen die Armut zuzuwenden. Dazu erklärt die Bundesvorsitzende des Verbandes, Ilse Müller:

Koalition braucht neue Erzählung

„Der Großen Koalition fehlt eine große Erzählung, ein Projekt, das die Partner von CDU/CSU und SPD stärker aneinanderbindet und dem Regierungshandeln eine gemeinsame Richtung gibt. Die in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Armutsberichte und die sehr reale Gefahr grassierender Altersarmut sollten ein deutliches Menetekel für das politische Handeln der vor uns liegenden Jahre sein. Die Frage der sozialen Gerechtigkeit gehört wieder auf den Kabinettstisch und muss im Parlament in ihrer ganzen Tiefe erörtert werden! Sie kann die politischen Kontrahenten auf der politischen Meta-Ebene einen. Wir erwarten von der Bundesregierung gerade jetzt in einer Phase, in der die Wirtschaftsleistung schwächelt, soziale Haltelinien einzuziehen, die jedermann in unserem Land eine finanzielle Mindestsicherung garantieren. Eine wirksame Mindestsicherung muss sich kontinuierlich an die Preisentwicklung anpassen und sollte den Menschen in Form einer bedarfsgerechten Mindestrente und eines Existenzminimums wenigstens 1.000 Euro zur Verfügung stellen. Wir empfehlen der Politik, das Ziel der Teilhabegerechtigkeit in reales politisches Handeln zu überführen und so eine Gerechtigkeitspolitik für die Millionen von Armut Betroffenen inhaltlich festzulegen, die das Fundament legt, die wirtschaftliche Spaltung unserer Gesellschaft zu überwinden.“  

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

 
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