BDH-Klinik Braunfels: Neubau schreitet voran, zentrales BDH-Rechenzentrum nimmt den Betrieb auf

05.02.2019

Nach rund 15monatiger Bauzeit sind in den fünfstöckigen Neubau der BDH-Klinik Braunfels die ersten Nutzer eingezogen. Anfang des Jahres hat die IT-Abteilung ein neues, hochmodernes Rechenzentrum in Betrieb genommen. Bis Ende April soll das Funktionsgebäude mit der neuen Empfangshalle voll funktionsfähig sein. Danach wird mit dem Bau der „Intensiv-Station“ beginnen, die noch in 2019 fertig werden soll.

BDH-Klinik Braunfels: Neubau schreitet voran, zentrales BDH-Rechenzentrum nimmt den Betrieb auf

„Die seit Jahren bestehende Raumnot zwingt die BDH-Klinik dazu, nicht nur den fünfstöckigen Anbau für rund 7,5 Millionen Euro zu errichten; auch im Bereich der Empfangshalle und auf der Intensiv-Station müssen neue Räumkapazitäten geschaffen werden, zumal die Zahl der Patienten jährlich steigt. So haben wir allein im letzten Jahr fast 5.000 Patienten stationär, darunter über 600 Menschen mit akuten Schlaganfällen behandelt.“, so Geschäftsführer Dietmar Demel.
Bei einem Rundgang durch den Neubau stellte Demel den Baufortschritt in den einzelnen Stockwerken vor. Während im Keller und den Etagen die Handwerker derzeit bereits mit dem Einbau der abgehängten Decken beschäftigt sind, hat im zweiten Obergeschoss bereits die IT-Abteilung und die erste Einheit des Rechenzentrums ihre Arbeit aufgenommen. Die Braunfelser Klinik ist eine von sieben Kliniken und Reha-Zentren im Besitz des BDH Bundesverband Rehabilitation. Um Synergien zu schaffen und aus wirtschaftlichen Gründen hat der Vorstand des BDH beschlossen, alle Einrichtungen mit der gleichen Software auszustatten und zu zentralisieren.

Für das zentrale Rechenzentrum, das den aktuellen europäischen Normen entspricht, stehen im Braunfelser Neubau über 600 Quadratmeter Raum zur Verfügung. Das rund 800 000 Euro teure Zentrum wurde gemeinsam mit einem Fachunternehmen bereits Ende 2018 aufgebaut und im Januar in Betrieb genommen. Da bei der Verarbeitung von Fremddaten besondere Sicherheitsmaßstäbe gelten, wurden zwei völlig getrennte Rechenzentren eingebaut. Damit sind die Braunfelser in der Lage sämtliche Daten des BDH und seiner Einrichtungen sicher zu verarbeiten und zu archivieren.

Kombination von Rehabilitationsklinik und Akutkrankenhaus

Die Braunfelser BDH-Klinik stellt als Kombination von Akutkrankenhaus und Rehaklinik eine Besonderheit dar. Sie zählt hessenweit zu den modernsten qualifiziertesten Fachkliniken. „Wir sind dankbar, dass der BDH-Vorstand auf unsere akute Raumnot reagiert und den Neubau genehmigt hat. Denn die Zahl der Patienten in unserem Akutbereich steigt jährlich um rund fünf Prozent“, erklärt der Ärztliche Direktor, Professor Klaus-Dieter Böhm. Mit der Konzentration vieler medizintechnischer Bereiche und Therapieräume entfallen für die über 400 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Medizin und Pflege viele oft weite und unnötige Wege.
Die stellvertretende Ärztliche Direktorin Ingrid Sünkeler verweist vor allem auf die Patienten nach einem Schlaganfall und mit schwersten Schädel-Hirn-Verletzungen. Sie müssen schrittweise therapiert und auf ein Leben außerhalb der Klinik vorbereitet werden. “Dabei ist jede Verbesserung der Infrastruktur eine große Hilfe“.

Mehr Beatmungsbetten

Zusammen mit der leitenden Architektin Ute Kramm vom Gießener Architektenbüro „aplus“ erläutert Geschäftsführer Dietmar Demel die nächste Großbaumaßnahme. Wegen der jährlich steigenden Nachfrage und der längeren Verweildauer muss die Klinik ihr Bettenangebot im Bereich „Beatmung“ dringend ausbauen. So soll die Bettenzahl der Intensiv-/ Beatmungsstation von derzeit 10 auf 15 Plätze erhöht werden. In diesem Zusammenhang ist ein entsprechender Anbau an die Intensivstation geplant, für den bereits im letzten Jahr nach Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde für Hygiene und Brandschutz der Bauantrag gestellt wurde. „Wir hoffen auf eine baldige Baugenehmigung, damit wir mit dem Vergabeverfahren beginnen können“, betont der Geschäftsführer. Die Kosten für die Baumaßnahme werden auf 2,2 Millionen Euro geschätzt. Während die Planungsleistungen aus Eigenmitteln finanziert werden, kann zur Finanzierung der Bauleistungen auf Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz zurückgegriffen werden. Der Anbau der Intensivstation soll bis Jahresende bezugsfertig sein. „Erschwert wird die Baumaßnahme durch den aktuellen Bauboom und die dadurch bedingte hohe Auslastung der Handwerker und das entsprechend hohe Preisniveau bei Bauleistungen", so der Geschäftsführer der BDH-Klinik Braunfels

Fotos Volkmar
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

 
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