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BDH begrüßt Vorstoß zur Widerspruchslösung

02.04.2019

Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. begrüßt den Vorstoß des Bundesgesundheitsministers zur Einsetzung einer Widerspruchslösung bei der generellen Regelung von Organspenden. Dazu erklärt die Bundesvorsitzende des Verbands, Ilse Müller:

BDH begrüßt Vorstoß zur Widerspruchslösung

„Der Problemkomplex der Organspende muss stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. Es handelt sich hierbei um ist eine Frage von höchster ethischer Brisanz. Gelingt es, die Organspendebereitschaft generell zu erhöhen, beleben wir ein zentrales Element gelebter Solidarität unter den Menschen, die naturgemäß den Gedanken an schwere gesundheitliche Schicksalsschläge in ihrem Alltag ausblenden. Aus diesem Grund kommen wir mit der bislang geltenden Einspruchslösung auch nicht vom Fleck und es warten 10.000 Menschen auf Spenderorgane. Es muss uns gelingen, die Zahl der Organspenden deutlich zu erhöhen und gleichzeitig das Recht auf körperliche Selbstbestimmung nicht zu beschneiden. Diese komplizierte Synthese leistet die Widerspruchslösung, bei der jeder im Falle des Hirntods als Organspender gilt, es sei denn, er hatte zu Lebzeiten widersprochen. Die Widerspruchslösung wird sich langfristig in Europa durchsetzen. Sie gilt bereits heute in 18 Ländern als Standard. Das Beispiel Spaniens zeigt, dass die Widerspruchslösung der richtige Weg ist, die Zahl der Organspenden wirksam und dauerhaft anzuheben und so schwerstkranken Menschen mit lebenswichtigen Transplantationen zu helfen.“

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0 • E-Mail schreiben
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