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BDH-Klinik Vallendar übernimmt „Reha-Slide“ in ihr Therapieprogramm

23.05.2019

Moderne Reha integriert technische Innovationen in Therapieprozesse. In der BDH-Klinik Vallendar kommt seit kurzem ein Therapiegerät unter dem Namen „Reha-Slide" zum Einsatz, mit dem unter realistischen Bedingungen mit Patienten das Ein- und Aussteigen in einen PKW trainiert werden kann.

BDH-Klinik Vallendar übernimmt „Reha-Slide“ in ihr Therapieprogramm

Im Gespräch mit Thomas Kolbe erläutert Axel Kröll, leitender Physiotherapeut der BDH-Klinik, die Vorteile des neuen Therapiegerätes des Herstellers Sodermanns Automobile GmbH.

Herr Kröll, können Sie erläutern, welche Vorteile der „Reha-Slide“ für die Patienten mit sich bringt?
Kröll: Für unsere Patienten ist es wichtig, schnell wieder mobil zu werden. Gerade das Thema Autofahren, als Fahrer oder Beifahrer, betrifft die meisten. Aber es mangelt oft an therapeutischer Unterstützung, damit die Patienten in der Lage sind, sicher vom Rollstuhl oder Rollator ins Auto einzusteigen. Dies muss aufgrund des fehlenden Platzes im Auto geübt werden, um Verletzungen vorzubeugen. In diesem Punkt sind unsere Patienten sehr unterschiedlich, denn die Bewegungsmöglichkeiten variieren je nach Krankheitsbild und Ausprägung. Daher waren wir froh, dass uns Herr Rieß vom Reha-Mobilitätszentrum-NRW den Reha-Slide vorgestellt hat. Damit verfügen wir nun über kontrollierbare Trainingsbedingungen. Platz- und witterungsbedingt konnte der Transfer zuvor nur bedingt geübt werden.

Das Oberziel der Therapie ist die Wiedereingliederung in einen selbstbestimmten Alltag. Ein eigenes Automobil zu führen, ist wesentlicher Bestandteil der Mobilität. Gibt es eine Förderung der Umrüstung von Kraftfahrzeugen?
Kröll: Nach Informationen des Reha-Mobilitätszentrums NRW gibt es unterschiedliche Fördermittelquellen für die Umrüstung, wie zum Beispiel die Agentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung, die Unfall- und Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaften oder auch die Sozialhilfeträger. Diese übernehmen üblicherweise 100 Prozent der Umbaukosten, in Abhängigkeit der behinderungsbedingten Notwendigkeit. Das Fahrzeug wird, je nach Einkommen, mit bis zu 9.500 EUR oder, je nach Art und Schwere der Behinderung, mit bis zu 100 Prozent gefördert.

Können Sie abschätzen, wie groß der Anteil der Patienten ist, bei denen der „Reha-Slide“ zum Einsatz kommen kann?
Kröll: Eigentlich bei jedem Reha-Patienten, mit dem man aufgrund motorischer oder kognitiver Defizite das Ein- und Aussteigen trainieren muss. Die Herausforderungen für den Patienten bestehen in der Handlungsplanung: „Wie fahre ich an das Fahrzeug heran, wo positioniere ich den Rollstuhl, welche Hilfsmittel stehen mir zur Verfügung?“ Dann müssen die entsprechenden Bewegungsabläufe erlernt werden. Diese Punkte werden gemeinsam mit dem Therapeuten, gegebenenfalls auch unter Einbeziehung einer Hilfsperson, wie beispielsweise eines Angehörigen, trainiert.

Wo sehen Sie die Vorteile für das Therapiepersonal?
Kröll: Jedes Training in der Therapie sollte alltagsnah sein. Das heißt, wenn ich das Ein- und Aussteigen üben will, benutze ich auch ein Auto oder ein Trainingsgerät, das die Situation simuliert. In der Therapie können wir jetzt flexibler auf unsere Patienten eingehen. Da der Reha-Slide mobil ist und durch die schlanken Abmessungen auch der Transport im Fahrstuhl möglich ist, können wir theoretisch sogar im Patientenzimmer üben. Durch die eingebauten Rutschbretter an beiden Seiten und das Lenkrad ist das Üben absolut realitätsnah und die Patienten fassen schnell Vertrauen zum Reha-Slide.

Vielen Dank für das Gespräch!


Die BDH-Klinik Vallendar dankt dem Sponsor, dem Förderkreis „ZNS Langenfeld e.V.“ und ihrem Vorsitzenden Jürgen Öxmann, für die Unterstützung beim Erwerb des „Reha-Slide“. Die Anschaffung des 7.000 Euro teuren Therapiegeräts wurde durch einen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro durch ZNS ermöglicht.

 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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