Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Klicken Sie hier, um diese Seite bei Facebook empfehlen zu können. Bereits beim Anklicken werden Daten zu Facebook übertragen.
Kontrastansicht
On Off
Leichte Sprache

Indonesische Studierende an der BDH-Klinik Braunfels

21.11.2019

Die BDH-Klinik Braunfels ist bundesweit fast einzigartig. Die BDH-Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus für Medizintechnik und Medizininformatik für die Technische Hochschule Mittelhessen.Drei Studierende aus Indonesien absolvieren zur Zeit in Braunfels ihr Praxissemester.

Bei der praktischen Arbeit: Die Studierenden haben eine Patientin auf dem Weg zur Untersuchung bei der stellvertretenden Ärztlichen Direktorin Dr. Ingrid Sünkeler begleitet
Bei der praktischen Arbeit: Die Studierenden haben eine Patientin auf dem Weg zur Untersuchung bei der stellvertretenden Ärztlichen Direktorin Dr. Ingrid Sünkeler begleitet

Die BDH-Klinik Braunfels wurde im Jahr 2012 das erste Akademische Lehrkrankenhaus für Medizintechnik und Medizininformatik in Hessen und ist bis heute einzige. Heute gibt es für diese Studienfächer immer mehr Studenten, aber die Zahl der entsprechenden Lehrkrankenhäuser für die erforderlichen praxisorientierten Semester ist überschaubar. Derzeit absolvieren drei Studenten aus Indonesien, die an der THM immatrikuliert sind, ihr Praxissemester an der Klinik und schreiben ihre Bachelorarbeit im Bereich der Medizinischen Informatik.

„Wir haben mit der Technischen Hochschule Mittelhessen seit 2012 einen Kooperationsvertrag und bilden die Studenten der entsprechenden Studiengänge praxisorientiert aus, betont Dietmar Demel, Geschäftsführer der Neurologischen Klinik. Wegbereiter der Kooperation war eigentlich der heutige Dekan des Fachbereichs „Gesundheit“ an der THM, Professor Dr. Henning Schneider, der bis 2009 selbst als Mediziner an der Neulogischen Klinik in Braunfels gearbeitet hat.

Wir haben die drei Studierenden aus dem ostasiatischen Land in Braunfels besucht und ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Begleitet wurden wir dabei von Professor Thomas Friedl und Geschäftsführer Dietmar Demel. Die Studenten im sechsten Semester schreiben ihre Bachelorarbeit zu dem Thema „Optimierung des Hol-und Bringedienstes“. „Für die Klinik ein sehr wichtiges, weil auch personalintensives Thema“, betont der Geschäftsführer. „Wir beschäftigen in diesem Bereich derzeit sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hoffen durch das neue Optimierungsprogramm die Ausfallquote und Wartezeiten zum Wohle der Patienten zu minimieren.

Die indonesischen Studierenden sind in die Bundesrepublik gekommen, weil sie nach ihrem Abitur eine gute medizinische Ausbildung anstrebten und die sei in Deutschland gegeben. Sie wollen nach ihrem Bachelorabschluss möglichst noch ihren „Master“ machen. Zwei von ihnen wollen dann wieder zurück nach Indonesien gehen und ihr Wissen zum Wohl ihres Volkes einsetzen. „Wir bekommen übrigens keine staatlichen Zuschüsse, wir finanzieren unseren Lebensunterhalt durch Nebenjobs.

In der BDH-Klinik Braunfels werden jährlich über 5000 Patienten behandelt, davon über 600 akute Schlaganfälle, bei denen bei der Erstbehandlung jede Minute zählt.

„Viele dieser Patienten haben täglich zwischen drei und sechs Termine, zu denen sie im Bett oder Rollstuhl zum MRT, CT oder therapeutischen Behandlung gebracht und wieder abgeholt werden. Aber auch die täglichen Transporte der Mahlzeiten von der Küche auf die Stationen und der Materialtransport binden Personal. Wir haben all diese innerhäuslichen Transporte über acht Wochen begleitet und die Abläufe und Standzeiten auf unserem Laptop dokumentiert“, erzählt uns Roby Hartono, der mit seinen Studienkollegen Odi Rohdwiasmoro und Fiddinul Hayat, die übrigens alle sehr gut deutsch sprechen, eine ganze Menge von Daten zusammengetragen haben. Diese werden jetzt ausgewertet und daraus ein Optimierungsprogramm, auch App genannt, geschrieben.
Professor Thomas Friedl äußert sich sehr positiv über die Zusammenarbeit von Klinik und Hochschule. „Unsere Studierenden gehen sehr gerne nach Braunfels. Und nicht wenige der studentischen Projekte aus der Informations-und Medizintechnik, die wir gemeinsam vor Ort entwickelt haben, sind zum Wohl der Patienten im Einsatz.“

Text und Bild: Werner Volkmar 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Facebook

BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0 • E-Mail schreiben
ImpressumDatenschutz

Facebook

BDH Bundesverband Rehabilitation
Lievelingsweg 125
53119 Bonn
Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
ImpressumDatenschutz