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Petition für Pflicht zur Barrierefreiheit am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

05.05.2020

Heute, am 5. Mai 2020 ist der Europäische Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Die Aktivisten Raul Krauthausen und Constantin Grosch haben aus diesem Anlass eine Petition für eine Pflicht zur Barrierefreiheit auf der Petitionsplattform change.org initiiert. Der BDH Bundesverband Rehabilitation unterstützt die Petition.

Raul Krauthausen
Raul Krauthausen

 Krauthausen und Grosch von #Barrierenbrechen zählen zu den bekanntesten Aktivisten für die Sache von Menschen mit Behinderung in Deutschland. "Pflicht zur Barrierefreiheit für Restaurants & Co.! Schluss mit der Diskriminierung!" lautet der vollständige Titel der Petition. Krauthausen und Grosch kommen zur Sache:
"Was hat die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren für uns behinderte Menschen getan? Nicht viel! Als Rollstuhlfahrer*in einfach mal ins Café oder Restaurant um die Ecke gehen? Webseiten als sehbehinderter Mensch lesen? Mit einem Blindenhund ein Taxi rufen? Das ist für Millionen behinderte Menschen nicht möglich! Es ist skandalös: In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet! Es darf quasi nach Lust und Laune gebaut und angeboten werden. Wir werden diese Diskriminierung nicht länger hinnehmen! Warme Worte und Sonntagsreden reichen uns nicht mehr! Deutschland braucht die Barrierefreiheit-Pflicht!“
Da man mit Freiwilligkeit in Deutschland nicht weiter komme und Menschen mit Behinderung nichts von „warmen Worten und Sonntagsreden“ hätten, fordert die Petition ein Gesetz, das die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet: „Millionen behinderte Menschen wollen nicht immer und überall Kund*innen zweiter Klasse sein. Wir haben ein Recht auf Teilhabe und Gleichberechtigung in allen Bereichen!“
Konkret fordert die Petition:
"1. Alle Barrieren müssen beseitigt werden, nicht nur physische. Es geht nicht nur um mobilitätseingeschränkte Menschen, die auf Rampen und Aufzüge angewiesen sind oder um jene die aufgrund sensorischer Einschränkungen auf bestimmte technische Einrichtungen angewiesen sind. Vielmehr geht es um ein diverses Gesellschaftsbild, das auch Menschen mit Lese- und Schreibschwächen berücksichtigt oder die auf bestimmte Formen der Kommunikation angewiesen sind.
2. Produkte und Dienstleistungen müssen in qualitativ adäquater Weise angeboten werden. Es geht nicht nur rein um den Zweck eines Produkts oder der Dienstleistung, sondern auch um Service, Ansprache und Erreichbarkeit. Auch wir Menschen mit Behinderungen sind Kund*innen, die als solche wahrzunehmen und zu behandeln sind!
3. Diskriminierungen liegen nicht nur dann vor, wenn sie explizit geäußert werden. Produkte, Dienstleistungen und Orte können alleine durch ihre Gestalt und Form diskriminieren und damit ganze Personengruppen von der Nutzung ausschließen. Der Gesetzgeber ist gefordert, sowohl Individuen als auch Institutionen die nötigen Werkzeuge zur niedrigschwelligen Rechtsdurchsetzung zu geben."
Im Sinne von Erich Kästner („Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“) handeln die Aktivisten jetzt: "Gemeinsam starten wir jetzt Deutschlands größte Initiative zur Verpflichtung der Privatwirtschaft zu Barrierefreiheit. Unterschreibe unsere Petition! Die Barrierefreiheit-Revolution beginnt jetzt!"
Hier der Link zur Petition:www.change.org/BarrierefreiheitJetzt

Bildnachweis: Anna Spindelndreier | Gesellschaftsbilder.de

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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