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Barrieren gibt es in der Wirklichkeit. Nirgendwo sonst.

03.12.2020

Heute ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Lange bevor es den Begriff der Teilhabe in der rehabilitationsmedizinischen Diskussion gab, hat der BDH für die Verabschiedung der Orientierung am Defizit gekämpft.

Barrieren gibt es in der Wirklichkeit. Nirgendwo sonst.
Und als im November 1994 eine folgenreiche Änderung des Grundgesetzes in Kraft trat, indem in Artikel 3, Absatz 3 der Satz aufgenommen wurde: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden”, vollzog auch das deutsche Rehabilitationsrecht, wie es im neunten Buch des Sozialgesetzbuches festgehalten ist, eine historische Wende. Für diese Wende, für den Abbau von Barrieren und für individuelle Förderung und Selbstbestimmung hat der BDH ein Jahrhundert lang gekämpft. Er ging dabei von der konkreten Situation seiner Mitglieder, die sich zur Selbsthilfe zusammenschlossen, aus.
Ein weiterer Meilenstein war die Verabschiedung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die Vereinten Nationen 2006. Behinderung ergibt sich (erst) aus der Kombination von individuellen Beeinträchtigungen und Barrieren, die Menschen mit Behinderung daran hindern, ihre Rechte wahrzunehmen. Seither orientieren wir uns nicht mehr an einer abstrakten Körpernorm und betrachten nicht mehr länger Behinderung in erster Linie als Problem des oder der Betroffenen – oder versuchen es zumindest.
Denn obwohl der Fürsorgebegriff für Menschen mit Behinderungen schon lange ausgedient hat und das erklärte Ziel der Abbau aller Barrieren ist, die Menschen Teilhabe verwehren, sind wir – leider muss man das so sagen – hier noch sehr am Anfang. Obwohl in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention seit 11 Jahren gilt, sind die Fortschritte bei der Barrierefreiheit überschaubar. Sowohl, was Gebäude oder den öffentlichen Raum angeht, aber auch was die Zugänglichkeit von Informationen betrifft.
Als politische Selbstverpflichtung funktioniert Barrierefreiheit und gleichberechtigte Partizipation hervorragend. Wer die Websites von Parteien, Kommunen und Verbänden, Parteiprogramme, Strukturpapiere und Aktionspläne liest, kommt aus dem Staunen, wie weit „Barrierefreiheit“ oder “Inklusion“ in Deutschland gediehen sei, gar nicht mehr heraus. Nur: der Abbau von Barrieren ist etwas, was konkret und in der Realität stattfinden muss und nicht auf Flyern oder Plakaten. Zu Recht sagt der Publizist Raul Krauthausen, dass ihm die Phrase von den „Barrieren in den Köpfen“, die zuallererst überwunden werden müssten, zum Hals heraushängt:

„Wer die Überzeugung proklamiert, man könne erst dann wirksam für Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung sorgen, wenn die bequeme Mehrheitsgesellschaft ihre Vorurteile überwunden habe, erhebt eben diese Mehrheitsgesellschaft zum Taktgeber. Aber auch ganz praktisch funktioniert das nicht: Vorurteile werden durch Begegnung bekämpft. Wie aber soll das funktionieren, wenn gerade diese beliebige Begegnung mit Menschen mit Behinderung erst ermöglicht werden kann, wenn Nicht-Behinderte sich für Veränderungen bereit erklären?“
In der Tat ermöglicht die bequeme Phrase von den „Barrieren in den Köpfen“, die Beseitigung der sehr realen Barrieren außerhalb der Köpfe in einem ewigen Konzeptstadium zu belassen. Von Absichtserklärungen werden Rampen nicht flacher, Eingänge nicht passierbarer.
Deshalb: Nicht zuviel denken! Stattdessen: Tun. Weniger Konzeptdebatten und Positionspapiere, mehr konkretes Handeln!

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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