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Jüngster Oberbürgermeister Deutschlands empfing den BDH

10.08.2021

BDH Bundesverband Rehabilitation bei Oberbürgermeister Felix Heinrichs – BDH-Stiftung fördert Wohnprojekt für junge Menschen mit Behinderung.

Jüngster Oberbürgermeister Deutschlands empfing den BDH

 Der BDH Bundesverband Rehabilitation gestaltet das soziale Leben der Großstadt Mönchengladbach im Westen Nordrhein-Westfalens seit vielen Jahrzehnten mit. Davon konnten Ilse Müller, BDH-Vorsitzende sowie langjährige BDH-Kreisvorsitzende der Region, Gero Skowronek, BDH-Bundesgeschäftsführer und Christine Neisemeier, Vorstandsmitglied der BDH-Stiftung, kürzlich dem neuen Oberbürgermeister der Stadt, Felix Heinrichs, berichten. Bei einem persönlichen Treffen übergaben sie dem jüngsten deutschen Oberbürgermeister aller Zeiten die druckfrische Chronik „100 Jahre BDH“ – ein starkes Zeugnis einer starken Solidargemeinschaft in Deutschland.
Als Sozialverband ermöglicht der BDH auch in der Rhein-Ruhr-Metropole den Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen kompetente und engagierte sozialrechtliche Beratung und Unterstützung, Austausch und Geselligkeit. Zahlreiche soziale Projekte wurden in der Vergangenheit hier insbesondere von Ilse Müller angestoßen oder unterstützt.
Viele Menschen mit Behinderung fanden im ortsansässigen BDH-Kreisverband eine stärkende Gemeinschaft und in den regelmäßigen Sozialsprechstunden, Unterstützung in allen sozialrechtlichen Fragen. Das Ehepaar Müller ist darüber hinaus auch in der Stadt für die Gründung „Kiju am Schlosspark“ bekannt.

„Startklar“ mit 20.000 Euro unterstützt

Aktuell erhielt das innovative Projekt „Startklar“ gerade 20.000 Euro aus den Mitteln der BDH-Stiftung. Das Wohnprojekt ermöglichte sieben jungen Menschen im Alter von Anfang/Mitte 20 mit unterschiedlichen Behinderungen, von zu Hause auszuziehen in eine eigene Wohnung. Ihre Eltern und die evangelische Hephata-Stiftung unterstützen sie auf dem Weg, selbstbestimmt und eigenständig zu leben – selbst wenn sie viel Hilfe dabei benötigen. Die notwendigen Leistungen für Ambulant Betreutes Wohnen finanziert der Landschaftsverband Rheinland.

Teil des Konzeptes sind auch gemeinsame Aktivitäten der jungen Leute, sowohl im Haus als auch in Mönchengladbach und Umgebung. Da eigene finanzielle Mittel der Mieterinnen und Mieter in der Regel aufgrund ihrer Behinderung, entsprechender Berufsausübung in den Hephata-Werkstätten für behinderte Menschen und Erhalt von Grundsicherung eher eingeschränkt sind, haben die engagierten Eltern den Förderverein „Startklar-MG“ gegründet. Sie möchten sich dafür einsetzen, dass sich ihre Kinder in ihrer neuen Nachbarschaft gut integrieren können und ein Leben von Menschen mit und ohne Behinderung in Mönchengladbach immer mehr Normalität erfährt.

„Unsere BDH-Stiftung unterstützt das Anliegen dieses Projektes hundertprozentig. Es geht gute Wege der Akzeptanz, Integration und eines neuen Verständnisses des Zusammenlebens. Den jungen Menschen wünschen wir, dass sie sich gut einleben und sie immer die notwendige Unterstützung bekommen, um selbstbestimmt ihre Zukunft gestalten können. Denn das ist ihr Recht“, bekräftigt Christine Neisemeier.

Gemeinsames Engagement für Inklusion

Der Oberbürgermeister Heinrichs dankte für das außerordentliche bürgerschaftliche Engagement des BDH in seiner Stadt: „Inklusion in all seinen Facetten ist ohne das Ehrenamt nicht denkbar. Die Stadt kann stolz darauf sein, dass starke Partner wie der BDH und seine Stiftung die Solidarität mit Menschen, die besondere Unterstützung benötigen, seit mehr als 100 Jahren lebt.“

Beim Besuch sagte er dem Verband volle Unterstützung für dessen Arbeit zu.
Ilse Müller und Christina Neisemeier versicherten dem Stadtoberhaupt, auch in Zukunft nicht nachzulassen in ihren Bemühungen, Menschen in einer besonders schwierigen Lebenssituation die bestmögliche Teilhabe in der Stadt zu sichern. Die Herausforderungen einer inklusiven Gesellschaft gelte es an allen Orten mit Leben zu füllen.


Hintergrund: Zum Wohnprojekt

Im östlichen Stadtteil Bettrath von Mönchengladbach ist nach dreijähriger Bauzeit ein weiteres Wohnprojekt seiner Art mit einem Neubau realisiert worden. Bauherr war ein privater Investor des Stadtteils, der die soziale Idee toll fand und mit Fördermitteln des Landes umgesetzt hat. Das komplett barrierefreie Haus besteht aus sieben eigenen kleinen Zwei-Raum-Wohnungen mit Balkon oder Terrasse, einer Dienstwohnung für das Begleitteam, Versorgungsräumen sowie einem Gemeinschaftsraum. Der Gemeinschaftsraum mit Küche und Fernseher und ein kleiner Außenbereich zum Chillen und Grillen werden gerade zu Zentren der Begegnung und Zusammenkunft im Haus gestaltet.

Für die Eltern der jungen Menschen geht mit dem Einzug im Juni 2021 ein langegehegter Traum in Erfüllung: eine passende Wohnform für ihre Kinder. Für alle wurde ein individueller Hilfeplan erarbeitet und die geeignete Unterstützung bereitgestellt. Nach ersten aufregenden Wochen, in dem sich alle erst einmal kennenlernen mussten, nimmt es jetzt einen guten Weg in die Selbstständigkeit, so der Vorsitzende des Fördervereins, Tobias Köstering, dessen Sohn Nick hier wohnt. Ein sechsköpfiges Team der Hephata-Stiftung begleitet die jungen Menschen in ihrem Alltag, von 16 Uhr nachmittags bis 8 Uhr morgens ist für sie immer ein Ansprechpartner im Haus. Das Ambulant Betreute Wohnen bietet gute Chancen für die jungen Menschen. Eltern gibt es ein gutes Gefühl, ihre Kinder gut aufgehoben zu wissen, auch über die eigene Lebenszeit hinaus. „Dass dies selbstverständlicher wird in Zukunft, dafür möchten wir uns im Förderverein einsetzen“, verspricht Tobias Köstering.

Gero Skowronek, Bundesgeschäftsführer des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, BDH-Vorsitzende und Christine Neisemeier, Vorstand der BDH-Stiftung (v.l.n.r.), überreichen vor Ort Bewohnerinnen und Bewohnern des neuen Wohnprojektes sowie ihren Familien und Begleitern einen symbolischen Scheck für ihren Start im neuen Zuhause.
Gero Skowronek, Bundesgeschäftsführer des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, BDH-Vorsitzende und Christine Neisemeier, Vorstand der BDH-Stiftung (v.l.n.r.), überreichen vor Ort Bewohnerinnen und Bewohnern des neuen Wohnprojektes sowie ihren Familien und Begleitern einen symbolischen Scheck für ihren Start im neuen Zuhause.
Felix Heinrich, seit wenigen Monaten Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach mit 260.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, symbolisiert gemeinsam mit Ilse Müller (r.) und Christine Neisemeier die Verbundenheit des BDH mit der Stadt Mönchengladbach.
Felix Heinrich, seit wenigen Monaten Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach mit 260.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, symbolisiert gemeinsam mit Ilse Müller (r.) und Christine Neisemeier die Verbundenheit des BDH mit der Stadt Mönchengladbach.

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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