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Bisherige Maßnahmen in der vierten Welle nicht ausreichend

07.12.2021

Die Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation, DGNR und ihr Präsident Prof. Dr. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor Forschung des BDH Bundesverband Rehabilitation unterstützen die erforderlichen präventiven Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung anlässlich der vierten Pandemie-Welle aus wissenschaftlich-medizinischer Sicht.

Wirksam, wenn man´s richtig macht: Händewaschen!
Wirksam, wenn man´s richtig macht: Händewaschen!

.In der Task Force der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) sind 44 wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften organisiert, darunter auch die DGNR.
Die AWMF und ihre Mitgliedsfachgesellschaften sind überzeugt: Die bisherigen Maßnahmen gegen die 4. Welle der Pandemie sind nicht ausreichend und erfordern unverzüglich ein umfassendes Handeln. Nur so können die Infektionsrate insbesondere in den Risikogruppen gesenkt, schwere Erkrankungen mit hoher Hospitalisierungsrate sowie Todesfälle vermieden und die Krankenhäuser entlastet werden.

Kontaktbeschränkungen und Verzicht auf Großveranstaltungen

Studien belegen den Nutzen von Kontaktbeschränkungen in Deutschland, vor allem bei Großveranstaltungen. In vielen Bundesländern ist aufgrund der herrschenden hohen Infektionsinzidenzen eine Kontaktverfolgung auch gar nicht mehr zu leisten. Veranstaltungen in Innenräumen sind ohne eine angemessene Kontrolle und ein adäquates Hygienekonzept besonders problematisch.

Hygienemaßnahmen, insbesondere Mund-Nasen-Bedeckung

Neben der Einhaltung der Abstandsregeln, der Husten- und Niesetikette und dem Waschen uns dem regelmäßigen Waschen und desinfizieren der Hände hält die AWMF das Tragen einer medizinischen Maske für besonders wichtig.

Impfen und Booostern

Am wirkungsvollsten wird die Pandemie durch die Corona-Impfung bekämpft. Eine Durchimpfungsrate von mindestens 85% verhindern, so die AWMF, eine Verlängerung der vierten Welle und weitere Infektionswellen. Entscheidend sind darüber hinaus Impfauffrischungen („Booster“), weil so der Immunstatus schnell verbessert werden kann.
Aus Sicht der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften muss ein Impfangebot in der Breite vorgehalten werden und die Impfzentren sofort wieder geöffnet werden.

Angemessene Schutzmaßnahmen in Schulen

Die Maßnahmen an Schulen, wie sie in der am 25. November 2021 aktualisierte S3-Leitlinie „Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen - Lebende Leitlinie“ festgehalten sind, hält die AWMF für ausreichend. Wegen der zu befürchteten negativen psychosozialen Auswirkungen auf Kinder und Familien sprechen sich die Fachgesellschaften gegen Schulschließungen aus.

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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