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Hans-Peter Durst beendet seine großartige Para-Radsport-Karriere

22.06.2022

Mit 64 (!) Jahren beendet Hans-Peter Durst, BDH-Mitglied und Ausnahmeathlet seine aktive Karriere im Para Radsport. Der Dortmunder hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Zwei Goldmedaillen und einmal Silber bei den Paralympischen Spielen, 20-facher deutscher Meister und neunmal Weltmeister auf dem Dreirad.

Hans-Peter Durst beendet seine großartige Para-Radsport-Karriere

1994 erlitt Durst auf dem Weg zur Arbeit unverschuldet einen schweren Autounfall. Nach Koma und Klinikaufenthalten war er zur Rehabilitation in der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf. In der Reha stieg Durst das erste Mal auf ein Dreirad – der Rest ist Legende.
Seine Popularität nutzt Hans-Peter Durst, um leidenschaftlich für Inklusion und Teilhabe zu kämpfen – er nahm nie ein Blatt vor den Mund und kritisierte auch die zunehmende Kommerzialisierung des Para-Radsports: „Diejenigen, die professionell arbeiten könnten, mit Werbeverträgen und Sponsoren, wären wahrscheinlich die Leute, die im Alltag weniger behindert sind und die Menschen, die Assistenz brauchen, die kommen eben in unserer Medienlandschaft nicht so gut weg. Im professionellen Behindertensport gibt es immer die Gefahr, dass die, die ohnehin im Schatten stehen, noch mehr im Schatten stehen. Und für die ist der Behindertensport oft das Wichtigste, für die ist er gemacht“, sagte er in einem Interview mit dem BDH-Magazin.
Für Durst beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Als Trainer, Inklusionsbeauftragter der Stadt Dortmund, Botschafter der Stiftung „savemybrain“ und der Deutsche Gesetzlichen Unfallversicherung wird er sich weiter engagieren. Daneben bleibt jetzt mehr Zeit für die Familie. Der BDH wünscht alles Gute!

Bild: Oliver Kremer/ DBS

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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