02. Oktober 2026
Buntes Leben geht nur mit allen Farben des Regenbogens. Das sagte „Regenbogenmann“ Maik Bertram beim September-Montagscafé des BDH-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg.

Gemeinsam mit Batwoman Thuy Ly Nguyen Vuong und der Hüterin des Regenbogenlandes Marion Frohn waren sie zu Gast beim BDH-Kreisverband. Sie gehören zum Darstellerteam des Kurzfilms „Rettet den Regenbogen 2.0“, ein besonderes Spielfilmprojekt der Behinderten-Gemeinschaft, das anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums als Behindertenbeauftragte der Bundesstadt Bonn entstanden ist.
Aus Textheldinnen und -heldinnen, die sonst ehrenamtlich für die Behinderten-Gemeinschaft Texte auf Einfache/Leichte Sprache testen, wurden einen ganzen Sommer lang Spielfilmheldinnen und -helden. Acht Darsteller tüftelten gemeinsam am Drehbuch, an ihren eigenen Figuren und Dialogen und sogar an ihren fantasievollen Kostümen. Fast jedes Wochenende probten sie gemeinsam und wurden nicht müde, ihre Szenen wieder und wieder zu spielen, bis sie im Kasten waren. Der Regisseur Björn Kempa, Carasana Videoproduktion Köln, war beeindruckt von der schöpferischen Freude und unerschöpflichen Geduld der Laienschauspielerinnen und -schauspieler.
Gemeinsam mit den Gästen schauten Mitglieder des Kreisverbandes den Film, der auf humorvolle Weise mit einer märchenhaften Geschichte, angelehnt an den Zauberer von Oz und vielen Spezialeffekten unterhaltsam die Probleme von Menschen mit Behinderungen anspricht. Sie erfuhren mehr von der Idee, den Hintergründen und den Botschaften, die dem Filmteam wichtig waren.
Auch nach 20 Jahre Engagement in der Funktion der Behindertenbeauftragten bleiben die Themen des Films aktuell, resümiert Marion Frohn, Geschäftsführerin der Behinderten-Gemeinschaft: „Wir haben erreicht, dass wir heute bei vielen städtebaulichen Planungen schon in Frühphasen gehört werden und wir fordern 100 Prozent Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichster Behinderung. In Zeiten massiver Sparpolitik müssen wir aber weiter hartnäckig bleiben, um Barrierefreiheit und Inklusion zu bewahren und auszubauen. Dafür vernetzen wir uns in der Stadt und der Region, so auch mit dem BDH.“
