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Zwei von vielen: Menschen mit Behinderung sind für sich und andere aktiv. Der BDH unterstützt und fördert ehrenamtliches Engagement. Mitmacherinnen und Mitmacher sind herzlich willkommen!

Der 5. Dezember ist internationaler Tag des Ehrenamtes

Ohne Ehrenamt wäre die Arbeit des BDH-Bundesverbandes Rehabilitation nicht denkbar. Menschen wie Hildegard Sommer aus Recklinghausen und der Essener Alfred Weber sind Experten in eigener Sache. Ihre Behinderung prägte ihr Leben, sie können aus eigener Erfahrung praktische Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten und Orientierung im sozialen System geben. Sie wissen, was Not tut, wenn es um die Bewältigung von chronischer Erkrankung und Behinderung geht. Die zwei BDH-Aktiven stehen für die vielen Mitglieder, die in über 60 Kreisverbänden des Sozialverbandes Menschen in sozialen Fragen bei chronischer Erkrankung und Behinderung beraten und immer ein Ohr für ihre Nöte haben.
Mal geht es dabei um Schwerbehinderung, Rehamaßnahmen, Pflegebedürftigkeit oder Rente wegen einer Erwerbsminderung, mal geht es um das persönliche entlastende Gespräch und ein offenes Ohr in einer gesundheitlichen Notlage.

Hildegard Sommer wurde mit beidseitiger Hüftluxation Anfang der 1950-er Jahre geboren. Sie wuchs wohlbehütet in ihrer Familie auf. Laufen lernte sie erst mit fünfeinhalb Jahren nach aufwändiger und damals üblicher Gipsbett-Therapie und einer Operation, bei der die Hüften neu positioniert wurden. Den Traum ihres Vaters, ein Studium für seine schlaue Tochter, konnte sie nicht erfüllen. Aufgrund zunehmender körperlicher Schmerzen und Beeinträchtigungen war ihr nur ein kurzes Berufsleben möglich. Sie ging dennoch ihren Weg und begann sich mehr zuzutrauen und für andere zu engagieren. Heute ist sie in Recklinghausen mit ihrer sozialen Sprechstundenarbeit im Rathaus nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus kämpft sie für mehr Barrierefreiheit und öffentliche Wahrnehmung der Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in Stadtausschüssen. Für ihre außerordentlichen integrationsfördernden Leistungen erhielt sie vor wenigen Wochen die Ehrenurkunde aus den Händen des Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche.

Alfred Weber erlitt vor 58 Jahren eine schwere Hirnverletzung und wurde vom BDH beraten, dem er bis heute treugeblieben ist. Seit vielen Jahren ist er nun schon Vorsitzender des BDH-Kreisverbandes in Essen, als „BDH-Urgestein“, wie er sich liebevoll-ironisch selbst bezeichnet. Inzwischen sind viele Mitglieder wie er in die Jahre gekommen.

Die Arbeit in den BDH-Kreisverbänden hat sich seitdem stark verändert. PC, Internet & Co sind zu wichtigen Instrumenten der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit geworden. Auch die gesellschaftlichen Veränderungen im ehrenamtlichen Engagement fordern den BDH Bundesverband Rehabilitation. Zwar engagieren sich nach Ergebnissen des Deutsche Freiwilligensurveys 2019 immer mehr Menschen hierzulande ehrenamtlich, aber freiwillig Engagierte üben anteilig immer seltener leitende Tätigkeiten wie Vorstandsämter aus. Stattdessen gewinnt individuell organisiertes Engagement im Zeitvergleich an Bedeutung.

Der über einhundertjährige Verband BDH Bundesverband Rehabilitation ist herausgefordert, genau dafür den Menschen, die sich engagieren möchten, moderne Bedingungen zu schaffen. Er lädt alle Menschen ein, die für Selbsthilfe, Teilhabe und Inklusion von Menschen in ihren Regionen aktiv werden möchten, diesen Aufbruch mitzugestalten.

Menschen mit sozialrechtlichen Kenntnissen, mit Interesse für Öffentlichkeitsarbeit, Menschen, die zuhören und beraten möchten, Menschen, die sich gesundheits- oder sozialpolitisch engagieren im Rahmen ihrer Zeit und ihrer Schwerpunkte sind herzlich eingeladen, Kontakt zum BDH aufzunehmen

Aber auch Menschen, die insbesondere unseren älteren Aktiven in technischen Fragen unter die Arme greifen möchten, sind willkommen.