12. August 2026
Mit dem Videodreh zur Rehabilitation von axialer Spondyloarthritis und Morbus Bechterew wollen die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew und der BDH ihre Zusammenarbeit fortsetzen.
Ein Filmteam verwandelte das Büro vom BDH-Bundesgeschäftsführer an einem Tag im Juni kurzerhand in ein kleines Studio. Ass. jur. Rainer Beneschovsky, der bei einer studentischen Tätigkeit beim WDR bereits Erfahrung hinter der Kamera gesammelt hatte, stand jetzt das erste Mal vor einer. Eine spannende Erfahrung, die durchaus Spaß gemacht hat, findet er.
Gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) sind ein Einführungsfilm, ein Film zur medizinischen Reha und ein Film zur beruflichen Reha mit besonderem Blick auf Prävention und junge Betroffene geplant. Auch Betroffene berichten aus ihrer eigenen Erfahrung. Fachlich eingeordnet werden die Themen durch Expertinnen und Experten, sodass persönliche Einblicke und verlässliche Informationen praxisnah zusammenkommen. Einer dieser Experten ist Beneschovsky, Sozialjurist mit langjähriger Beratungspraxis. Im Vorfeld hatte er im Rahmen eines Vortrags gezielt offene Fragen zu sozialrechtlichen Themen gesammelt.
Die drei Reha-Filme bilden den Auftakt einer kleinen Serienreihe, perspektivisch sollen weitere Themen folgen. Und auch online entwickelt sich das DVMB-Informationsangebot weiter: Mit der Plattform axSpA Connect (axSpA = axiale Spondyloarthritis) entsteht gerade ein digitaler Ort für Austausch, Vernetzung und Wissen. Dort sollen Expertinnen und Experten ebenso wie Betroffene zusammenkommen. Geplant sind unter anderem Arbeitsgruppen, ein Wissensbereich und eine Verknüpfung zur Mediathek.
Alles begann vor mehr als zwei Jahren mit der Anfrage der DVMB, ob der BDH sozialrechtliche Unterstützung für eine Informationsbroschüre leisten könne. Ziel des Projekts: Einen gebündelten Wissensfundus für Betroffene schaffen, den es so bisher nicht gab. Gemeinsam mit der Hochschule Hildesheim starteten die beiden Verbände ein Projekt, um zunächst herauszufinden, welche Informationen Betroffene besonders benötigen.
Die Ergebnisse der Umfrage dazu bestätigten den großen Informationsbedarf vor allem im sozialrechtlichen Bereich, erläutert Bettina Sommershof, DVMB-Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere bei Fragen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Sie macht deutlich: „Deshalb möchten wir die Kooperation mit dem BDH weiter fortführen und ausbauen.“
Die aus dem Projekt entstandene Broschüre gibt Antworten auf Fragen, die betroffene Menschen haben, um im Alltag zurecht zu kommen. Ausdrücklich sollte es nicht nur um Diagnose, Therapie und gesundheitliche Versorgung gehen, sondern auch um die Beantragung von Rehabilitation und sozialrechtlicher Unterstützung und was zu tun ist, wenn ein Antrag abgelehnt wird. Zur Broschüre Lebensqualität trotz Morbus Bechterew
Ein wichtiger nächster Schritt sei aktuell der Ausbau der Mediathek. DVMB und BDH werden zukünftig noch enger aufeinander verweisen, damit Menschen mit axSpa oder Morbus Bechterew bei sozialrechtlichen Fragen schnell und kompetent Beratung auch im Einzelfall erhalten.
Die axiale Spondyloarthritis, kurz axSpA, ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Kreuz-Darmbein-Gelenke betrifft. Morbus Bechterew gilt dabei als fortgeschrittene Form der chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankung der Wirbelsäule, die zu Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkungen und im fortgeschrittenen Stadium zu Wirbelsäulenversteifung führen kann.
Die DVMB ist bundesweit das größte Netzwerk für Menschen mit Morbus Bechterew und axSpA. Sie bietet Beratung, Austausch und verständliche Informationen rund um die Erkrankung und unterstützt Betroffene bei der Krankheitsbewältigung. bechterew.de