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Caritasverband und BDH vereinbaren Tagesförderstätte für Menschen mit erworbenem Hirnschaden

11.04.2018

In Fulda wird eine Tagesförderstätte für Menschen mit erworbenem Hirnschaden entstehen. Dem Caritasverband der Diözese Fulda als Träger und Betreiber der Einrichtung wird dabei der BDH Bundesverband Rehabilitation mit seiner Kompetenz als Sozialverband und Träger neurologischer Rehabilitationszentren zur Seite stehen. Die Verbände werden hier vor allem in fachlichen Fragen und bei der sozialrechtlichen Beratung zusammenarbeiten.

Caritasverband und BDH vereinbaren Tagesförderstätte für Menschen mit erworbenem Hirnschaden

„Das ist ein großartiges Projekt, weil es einen dringenden Bedarf deckt und wir gemeinsam echte Teilhabechancen gerade für Menschen realisieren können, die oft aus den verfügbaren Angeboten herausfallen“ freute sich die BDH-Bundesvorsitzende Ilse Müller. Auch ihr Stellvertreter Lothar Lehmler, der jahrzehntelang als Leiter der medizinisch-beruflichen Rehabilitation an der BDH-Klinik Vallendar mit hirnverletzten jungen Menschen gearbeitet hat, betonte, wie dünn gesät deutschlandweit adäquate Angebote für hirnverletzte junge Menschen, vor allem im Bereich der Tagesstrukturierung, aber auch der Diagnostik seien.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, und dass wir dieses Projekt jetzt gemeinsam wirklich auf den Weg bringen“, betonte auch Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Caritas und dem BDH Bundesverband Rehabilitation. Für die Caritas unterzeichnete neben Dr. Juch auch Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb.

Leuchtturmprojekt wird auf den Weg gebracht

Bei dem kleinen Festakt in den Räumen des BDH-Kreisverbands Fulda waren von der Caritas-Behindertenhilfe noch Ressortleiter Dominique Vilmin und der Gesamtleiter Berufswege und Werkstätten, Bernd Wystrach, gekommen. Für den BDH-Kreisverband Fulda schilderte der Vorsitzende Hermann Auth in seinem Grußwort die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Caritas, dem BDH, verschiedenen Gremien der Stadt und des Landes. Dabei arbeitete er insbesondere mit Bernd Wystrach und seinem Vorstandskollegen Robert Herrlich unermüdlich an dem Plan einer Tagesförderstätte mit zunächst 20 Plätzen, das Staatssekretär Dr. Wolfgang Dippel vom Hessisches Ministerium für Soziales und Integration als „Leuchturmprojekt“ für das Land Hessen bezeichnet hat.

Baubeginn wahrscheinlich noch 2018

Am Anfang aber stand eine Begegnung. Ines Bauer gab sich mit den unzureichenden Angeboten, die es für ihren betroffenen Sohn Johannes gab, nie zufrieden, gründete eine Selbsthilfegruppe und war auch auf den BDH zugekommen. Die beiden wurden von allen besonders begrüßt und Ilse Müller wandte sich direkt an Ines Bauer: „Um so eine Idee durchzusetzen braucht es Überzeugung und Argumente, aber auch Herzblut. Dieses Herzblut hatten alle hier Beteiligten, vor allem aber auch Sie, liebe Frau Bauer.“
Die neue Tagesförderung wird ein wesentlicher Baustein zur Rehabilitation sein, der in Hessen in dieser Form bisher fehlt. Die Tagesförderstätte wird gegenüber der Caritas-Werkstatt am Fuldaer Neuenberg entstehen. Der Baubeginn für den ist voraussichtlich noch 2018, mit der Einweihung ist im Winter 2019/20 zu rechnen. 

 

Linkes Bild: Die Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen dem BDH und dem Caritasverband der Diözese Fulda (vordere Reihe v.l.n.r: Lothar Lehmler, Ilse Müller, Dr. Markus Juch, Ansgar Erb; hintere Reihe v.l.n.r.: Herrmann Auth, Robert Herrlich, Bernd Wystrach) Foto: Dr. Christian Scharf

Rechtes Bild (v.l.n.r): Johannes Bauer, Ines Bauer, Lothar Lehmler, Ilse Müller, Herrmann Auth

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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