28. Juli 2023
Am 26.07.23 fand im Sozialministerium in Hannover ein Treffen zwischen dem niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, Constantin Grosch (Landtagsabgeordneter für Hameln, Hessisch Oldendorf und Rinteln) und Prof. Dr. Jens Rollnik (Ärztlicher Direktor der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf) statt. Dabei ging es um den bereits seit zehn Jahren geplanten Neubau eines Querschnittgelähmtenzentrums in Hessisch Oldendorf (wir berichteten).

Nachdem das Projekt im Krankenhausplanungsausschuss 2017 zunächst „auf Eis“ gelegt worden war, erhofften sich Grosch und Rollnik, dem Vorhaben neuen Auftrieb zu verschaffen.
Eine Querschnittlähmung entsteht, wenn das Rückenmark z.B. durch einen Unfall geschädigt wird. Je nachdem, auf welcher Höhe der Schädigungsort liegt, entsteht eine Lähmung beider Beine oder sogar aller vier Extremitäten. Grosch und Rollnik verwiesen darauf, dass es in Niedersachsen bisher keine spezialisierte Rehabilitation für Querschnittgelähmte gebe, so dass Patienten und Angehörige oft sehr weite Wege in Kauf nehmen müssten. Zudem benötigten diese Patienten eine qualitativ hochwertige Behandlung und eine oft lebenslange ambulante Nachsorge.
In dem einstündigen Gespräch im Ministerium wies Constantin Grosch neben der Bedeutung für die gesundheitliche Versorgung auch auf die wirtschaftliche Bedeutung für die Gesundheitsregion Weserbergland hin. Dr. Philippi berichtete, dass er bereits als Zivildienstleistender Erfahrungen mit querschnittgelähmten Patienten gesammelt habe und zeigte auch als Arzt Interesse an dem medizinischen Konzept des geplanten Zentrums. Rollnik führte aus, dass 100 Betten für diese Patienten in Hessisch Oldendorf entstehen sollten, davon 60 im Krankenhausbereich. Dabei könne die Klinik auf einer jahrzehntelangen Expertise in der intensivmedizinischen Betreuung schwerbetroffener Frührehabilitanden aufbauen.
Es wurde vereinbart, dass mit einem überarbeiteten Konzept der Antrag im Krankenhausplanungsausschuss noch einmal vorgestellt werden soll. MdL Grosch sagte dazu seine volle Unterstützung zu.
Foto (v.r.n.l.): MdL Grosch, Dr. Philippi, Prof. Dr. Rollnik