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Hans-Peter Durst: Sieg bei der Cologne Classic und Rückschläge durch Krankheit

24.06.2019

BDH-Mitglied und Paracycling-Weltmeister und Olympiasieger Hans-Peter Durst kam trotz seines Sieges beim klassischen Straßenrennen durch Köln-Longerich am Pfingstsonntag nicht so recht in die neue Saison. Wir lassen den Ausnahmeathleten hier selbst zu Wort kommen.

Hans-Peter Durst: Sieg bei der Cologne Classic und Rückschläge durch Krankheit

Eine gelungene 1. Hälfte des vorparalympischen Jahres sieht sicher ganz anders aus als meine bisherige Radsportsaison.

Das Gute zuerst - mein Neustart bei der inklusiven Cologne Classic Radsportveranstaltung 2019 (www.cologneclassic.de) verlief sehr hoffnungsvoll - ein zeitfaktorierter 4. Platz im Einzelzeitfahren auf der Speedway Strecke in Elsdorf und der Sieg im klassischen Straßenrennen durch Köln-Longerich am Pfingstsonntag - somit der Gesamtsieg unserer Europacup-Wertung Paracycling.

Aber von vorne !!!

Bereits im Dezember und nochmals im Februar musste ich mich im Dortmunder Klinikum einiger kleinerer aber unabwendbarer Eingriffe unterziehen, die Augen und in der Kieferhöhle waren betroffen. Für mein Trainerteam und mich in der Planung zur besten Zeit, Eingriff, Heilung, Grundlagentraining - so war der Plan.

Leider spielte diesmal mein Körper nicht mit, die Entzündung der Kieferhöhlen-OP war hartnäckig, viel Geduld und eben einige Wochen ohne strukturiertes Training. Aber Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden.

Am Olympiastützpunkt in Köln erarbeiteten wir einen alternativen Aufbau in die Saison, der neue Paracycling Bundestrainer im DBS, Tobias Bachsteffel ging ganz pragmatisch diesen Schritt mit.

Also statt Nationalmannschaftstrainingslager auf Mallorca in diesem Jahr individuelles Aufbau-Camp mit dem ParaSportSupport Team in Bella Italia.Dort konnten wir das nötige Grundlagentraining bestens verbinden mit den so wichtigen ersten Wettkampferfahrungen.

Ab 31. März konnte ich so an 4 Rennwochenenden Wettkampferfahrung sammeln und dazwischen an den jeweiligen Orten auf unterschiedlichem Terrain die Trainingseinheiten gezielt absolvieren. Sechs Rennen in Marina di Massa, Verola Nuova und Parabiago konnte ich zugegebenermaßen mit überschaubarer Konkurrenz siegreich beenden, für die Motivation und den Rennspirit aber unglaublich wichtig - und die Beschwerden waren scheinbar überwunden.

Mit Vorfreude und sicher auch berechtigten Hoffnungen ging es zum ersten Qualifikations-Weltcup für die WM 2019.
Adriaküste - Corridonia - historische Altstadt - Berge - Radsportherz, was gibt es mehr?

Leider war aber schon ein paar Tage die Wunde in der Kieferhöhle wieder aktiv - Schwellungen und Schmerzen.
Aber vor Ort denkt man sich diese Dinge weg, das Training gemeinsam mit Bundestrainer Tobias Bachsteffel verlief vielversprechend, also Start zum Einzelzeitfahren - aufgrund des Trainingsrückstandes eine sehr anspruchsvolle Strecke - am Ende ein guter 5. Platz im bestens besetzten Feld - Sieger Weltmeister Ryan Boyle in beeindruckender Form. Doch die Belastung im Rennen war wohl doch zu hoch - wieder Eiter und Schmerzen - Rennabsage für das Straßenrennen und Abfahrt. Die Behandlung bis zum nächsten Weltcup im belgischen Ostende lief auf Hochtouren - aber eben nur wenige Tage. Was soll ich sagen, es reichte nicht und es folgte die Rennabsage für das komplette Wochenende.

In Absprache mit Bundestrainer Bachsteffel und der verantwortlichen Verbandsärztin wurden auch die weiteren geplanten Rennen in Oberöstereich abgesagt und die tägliche Behandlung in Dortmund fortgesetzt.

Die Zeit konnte ich zum vorsichtigen Grundlagentraining nutzen, mehr ging nicht- aber als mündiger Athlet im Deutschen Behindertensportverband gibt es immer was zu tun.

So konnte ich gute Gespräche führen für die Vorbereitungen des Deutschen Evangelischen Kirchentages ab 19. Juni in Dortmund. Meine Themen Inklusion und Gleichwertigkeit stehen gerade im Zentrum. Sport, gepaart mit Podiumsdiskussionen zum Thema Sport, Kirche, Fairness und Gerechtigkeit - also mitten drin statt nur dabei - was für ein Vertrauen!

Der geplante Neustart - mein "Comeback" zurück in die so wichtige Saison vor den nahenden Paralympics in Tokyo 2020 ist gelungen, nun geht es noch zur inklusiven Tour de Suisse diese Woche - danach folgt die Regeneration in und um Dortmund und der Aufbau für die Deutschen Paracycling Straßenmeisterschaften im idyllischen Elzach ( 6. + 7. Juli 2019 ) und die Paracycling Weltmeisterschaften im niederländischen Emmen vom 10. - 15. September.

In diesem Sinne gehe ich die 2. Hälfte der vorparalympischen Saison wieder voll motiviert und mit neuem Elan an, gemeinsam stark - gemeinsam erfolgreich in meiner Faszination Dreiradsport.

Mit sportlichem Gruß

Ihr und Euer
Hans-Peter Durst

PS: Foto Pixolli Oliver Kremer

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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