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Neues von der lebenden Leitlinie

21. November 2022

Neues von der lebenden Leitlinie

Der wissenschaftliche Corona-Kenntnisstand für die Reha-Praxis wächst so schnell, dass die medizinische Leitlinie zur Behandlung von Post- und Long-Covid sowie zum Schutz von Klinikpersonal in einem aufwändigen Prozess in nur zwei Jahren schon das dritte Mal aktualisiert wurde.

Wie kann Rehabilitation in Zeiten der Coronavirus-Pandemie sicher und wirksam erfolgen? Wie kann Rehabilitation helfen, wenn Menschen nach einer COVID-Erkrankung weiter im Alltag beeinträchtigt sind? Ein interprofessionelles Komitee mit Expertinnen und Experten aus 14 medizinischen Fachgesellschaften beschäftigt sich seit Anbeginn der Pandemie mit diesen wichtigen Fragen.

„Wir wurden dafür aus der Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlich-medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) 2020 aktiv, weil sich schnell zeigte, dass man zur Beantwortung der Fragen sowohl spezifische fachärztliche Kompetenz, etwa aus den Bereichen der Pneumologie, Neurologie und Kardiologie sowie Psychosomatik braucht als auch Fachexpertise aus dem Bereich der Virologie und Krankenhaushygiene. Bereits frühzeitig konnte ich die entsprechenden Fachgesellschaften dazu gewinnen“, sagt Professor Dr. Thomas Platz, Ärztlicher Direktor Forschung des BDH Bundesverband Rehabilitation (BDH) und bis Dezember 2022 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR).

Die Expertengruppe beteiligte auch Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kreis der COVID-Betroffenen über die Organisation Long COVID Deutschland (LCD) am Prozess. Der BDH Bundesverband Rehabilitation unterstützte mit Ass. jur. Ulrike Abel die Vertretung der Patientinnen und Patienten in bei der Leitlinienerstellung.

Schutz und Wirksamkeit auf dem Prüfstand


Zusammen haben die Fachgesellschaften den aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstand berücksichtigt und eine Leitlinie entwickelt, die den Rehabilitationseinrichtungen Orientierung gibt, und zwar in zwei großen Bereichen:

1. Welche Maßnahmen senken für Patientinnen und Patienten das Infektionsrisiko für COVID-19 während der medizinischen Rehabilitation? Wie kann gewährleistet werden, dass die in der Rehabilitationseinrichtung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich nicht am Arbeitsplatz infizieren und selbst erkranken?

2. Es gibt nicht wenige Menschen, die unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs mit COVID-19 länger anhaltende gesundheitliche Probleme (Long-/Postcovid) haben.

Da sich der wissenschaftliche Kenntnisstand auf diesem Gebiet rasant entwickelt, wurde jeweils nach einem Jahr Gültigkeit die Leitlinie bereits wieder überarbeitet. Sie wird deshalb auch als lebende Leitlinie (Living Guideline) bezeichnet „Der interprofessionelle Prozess ist äußerst aufwändig, aber lohnt sich“, so Prof. Platz, „wir können so das beste verfügbare Wissen zeitnah für die klinische Praxis nutzbar machen“. Mitte November 2022 ist nun die aktualisierte Version der Leitlinie veröffentlicht worden. 

S2k-Leitlinie SARS-CoV-2, COVID-19 und (Früh-)Rehabilitation - Living Guideline