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BDH warnt vor Verwässerung des Nachteilsausgleichs

22.10.2018

Die geplante Reform der Versorgungsmedizin-Verordnung stößt auf erhebliche Kritik bei Betroffenen und Sozialverbänden. Die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, warnt vor einer Aufweichung des Teilhabeprozesses:

BDH warnt vor Verwässerung des Nachteilsausgleichs

„Hinter uns liegt ein jahrelanger Kampf, um Menschen mit Behinderung finanziell besser zu stellen und für ein gesetzliches Rahmenwerk zu sorgen, das ihnen einen Nachteilsausgleich sichert. Die geplante Verschärfung der Versorgungsmedizin-Verordnung würde dazu führen, dass genau dieser Nachteilsausgleich, der wichtige Teilhabefragen regelt, Schaden nimmt, wenn z.B. künftig ein Gesamt-GdB ermittelt werden soll, bei dem nur noch Einzel-GdB oberhalb von 20 berücksichtigt werden. Sozialverbände wie der BDH haben lange dafür gekämpft, dass Menschen mit Handicap ihre Rechte auf Teilhabe einfordern und im Alltag durchsetzen können. Dazu zählen beispielsweise die freie oder günstige Nutzung des ÖPNV, erweiterter Kündigungsschutz oder auch steuerliche Entlastungen. Diese einzelnen Bausteine bemessen sich am Grad der Behinderung und sollen sicherstellen, dass Menschen mit Handicap ein möglichst autonomes Leben gestalten können. Die Verschärfung der Versorgungsmedizin-Verordnung, wie sie nun diskutiert wird, wird den Zugang Betroffener zu Leistungen erheblich erschweren und damit den Teilhabeprozess gefährden.“  

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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BDH Bundesverband Rehabilitation • Lievelingsweg 125 • 53119 Bonn • Tel. 02 28 / 9 69 84 - 0
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