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Rente muss Lebensleistung abbilden

07.03.2019

Aktuelle Zahlen der Deka-Bank zur Rentenentwicklung zeigen, dass Frauen nach wie vor die großen Verliererinnen der Rentensystematik sind. Die Analyse zeigt, dass das monatliche Renten-Gap zwischen Männern und Frauen bundesweit 427 Euro (36 Prozent) beträgt und Frauen häufig Renten unterhalb des Existenzminimums erhalten, während Männer eine durchschnittliche gesetzliche Rente von 1.182 Euro beziehen.

Rente muss Lebensleistung abbilden

Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. fordert Maßnahmen zur Korrektur der Geschlechterlücke. Die Vorsitzende des Sozialverbands, Ilse Müller, fordert eine stärkere Berücksichtigung von Erziehungs- und Pflegezeiten: „Seit langem wird am unteren Ende der Rente herumgedoktert, ohne dass es gelungen wäre, den Rentenempfängern niedrigster Bezüge wirksam unter die Arme zu greifen. Es bleibt zu hoffen, dass die Debattenansätze um die Grundrente und die Berechnungsideen einer echten Lebensleistungsrente nicht erneut nur ein laues Wahlkampflüftchen waren und es im Parlament zu einer zielführenden Debatte kommt, an deren Ende etwas Zählbares steht. Wenn in Nordrhein-Westfalen, unserem größten Bundesland, 2,1 Millionen Rentnerinnen durchschnittlich nur 611 Euro an staatlichen Altersbezügen erhalten, dann ist das ein repräsentativer Fingerzeig auf die Lage der gesetzlichen Rente, der es nicht gelingt, Erziehungszeiten, Pflegezeiten und die damit einhergehenden Erwerbslücken gerecht abzubilden. Es besteht dringender Handlungsbedarf, da die gesetzliche Rente offenbar Flankenschutz benötigt. Freibeträge beim Eigenheimerwerb, eine Stabilisierung des Mietmarktes, Stärkung der Betriebsrenten und private Altersvorsorge müssen ebenso in ein Gesamtkonzept überführt werden, wie es das Ziel sein muss, Erziehungs- und Pflegezeiten rentenrechtlich stärker anzuerkennen, um einen sorgenfreien Ruhestand zu gewährleisten, ohne auf staatliche Zuschüsse angewiesen zu sein.“
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der BDH bietet soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken in Braunfels (Hessen), Elzach (Baden-Württemberg), Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern), Hessisch  Oldendorf (Niedersachsen) und Vallendar (Rheinland-Pfalz) . Dazu kommen die BDH-Klinik Waldkirch für Chirurgie und Innere Medizin, das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das BDH-Therapiezentrum Ortenau mit Standorten in Offenburg und Gengenbach. 

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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