Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (u.a. YouTube-Videos, Google Analytics, Google Map), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  

Bis 2049 werden voraussichtlich mindestens 280 000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt

09. April 2024

In 20 Jahren müssen ein Drittel mehr alte Menschen mit einem Siebtel weniger Erwerbspersonen versorgt werden. Dies ist mit den derzeitigen Strukturen unseres Gesundheitssystems nicht möglich und führt dazu, dass infolge der Alterung der Gesellschaft in Deutschland bis zum Jahr 2049 voraussichtlich zwischen 280 000 und 690 000 Pflegekräfte fehlen werden.

Pflege

Der demografische Wandel ist eine der Ursachen für den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, die die geburtenstarken Babyboomer ersetzen. Aktuell sind wir konfrontiert mit einer Alterung der Gesellschaft und dadurch immer weniger Berufstätigen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Pflegebranche und führt zu einer steigenden Nachfrage nach Pflegeleistungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer neuen Vorausberechnung zum Pflegekräftearbeitsmarkt (Pflegekräftevorausberechnung) mitteilt, wird der Bedarf an erwerbstätigen Pflegekräften ausgehend von 1,62 Millionen im Vor-Corona-Jahr 2019 voraussichtlich um ein Drittel (+33 %) auf 2,15 Millionen im Jahr 2049 steigen. Der Bedarf bestimmt sich maßgeblich durch die Entwicklung der Zahl der stationär und ambulant versorgten Pflegebedürftigen sowie der Krankenhausfälle und wurde auf Basis dieser steigenden Zahlen geschätzt.

Berechnung der Entwicklung des Pflegekräfteangebots

Zur Entwicklung der Zahl an Pflegekräften wurden vom Statistischen Bundesamt zwei Varianten mit unterschiedlichem Fokus auf demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen vorausberechnet. Bei der „Trend-Variante“ wurden neben der demografischen Entwicklung auch die positiven Trends am Pflegearbeitsmarkt aus den 2010er Jahren und somit die Potenziale, die sich für das Angebot an Pflegekräften bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung in den Pflegeberufen ergeben, berücksichtigt. Bis 2049 werden demnach voraussichtlich mindestens 280 000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt.
Die „Status quo-Variante“ zeigt ausschließlich die Auswirkungen der demografischen Entwicklungen auf die künftige Zahl an Pflegekräften. Nach dieser würde sich die Anzahl fehlender Pflegekräften sogar auf 690 000 ausweiten.

Engpassbetrachtung des vorausberechneten Bedarfs und Angebots von Pflegekräften

Positionierung des BDH Bundesverband Rehabilitation


Die Zahlen machen deutlich, dass das deutsche Gesundheitswesen gerade im Pflegebereich auf Migration angewiesen ist. Wir werden die gute gesundheitliche Versorgung nur aufrechterhalten können, wenn es uns gelingt, ausländische Fachkräfte nach Deutschland zu holen. Deutschland muss ein Einwanderungsland werden, sonst werden nicht nur unsere Systeme der sozialen Sicherung zusammenbrechen, sondern der Fachkräftemangel wird das Gesundheitswesen zunehmend in seiner Leistungsfähigkeit schwächen.