30. April 2026
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis nutzten die Gelegenheit im Bundestag für einen intensiven Austausch und klare Positionierungen zur Bedeutung der Rehabilitation.
Am 14. April 2026 fand im Clubraum des Deutschen Bundestages das Parlamentarische Frühstück des Deutschen Reha-Tages statt. In dem Bündnis für Rehabilitation haben sich Organisationen der Leistungserbringer und Leistungsträger aus der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Bedeutung von Rehabilitation als ganzheitliche Leistung zur Förderung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen auf Bundesebene sichtbar zu machen und politisch zu stärken.
Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. unterstützt das Bündnis ideell. Neben dem Deutschen Reha-Tag, der alljährlich Ende September stattfindet, dient das Parlamentarische Frühstück dem Austausch der Vertreterinnen und Vertreter sowohl untereinander als auch mit den politischen Akteurinnen und Akteuren. Für den Verband nahmen Julia Köhler (1. Foto re.) und Susanne Pirner (1. Foto mi.) an der Veranstaltung teil und nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Eröffnet wurde das Frühstück durch Thomas Bublitz (li.), Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V. Im Anschluss begrüßte Lars Ehm (2.v.r.), MdB und Schirmherr des Deutschen Reha-Tages 2026, die Teilnehmenden. In ihren Grußworten betonten Brigitte Gross (2.v.l.), Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, und Hannelore Loskill (re.), Bundesvorsitzende der BAG Selbsthilfe, die zentrale Rolle der Rehabilitation für gesellschaftliche Teilhabe sowie die aktuellen Herausforderungen bei der Finanzierung.
Brigitte Gross machte deutlich, dass die Ausgaben für Rehabilitation zwar gestiegen sind und damit auch Fragen der Finanzierung verbunden sind. Gleichzeitig unterstrich sie die weiterhin geltende Maxime, dass sich die Bewilligung von Rehabilitationsleistungen am gesetzlichen Anspruch orientieren müsse und nicht an der Haushaltslage.
Im Anschluss wurden an mehreren Thementischen zentrale Fragestellungen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Für den BDH standen insbesondere Gespräche zu den Themen Reha als Investition in die Gesellschaft und Reha vor und bei Pflege - Mit Reha Pflege vermeiden oder hinauszögern mit Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (1. Foto li.), Vorsitzender der DVfR, sowie mit Vertreterinnen aus dem Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Wirksamkeit von Rehabilitation. Eine aktuelle Analyse der Deutschen Rentenversicherung befasst sich mit den Beschäftigungseffekten von Rehabilitationsmaßnahmen und kommt zu positiven Ergebnissen. Diese liefern wichtige Argumente für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Rehabilitation. Im Austausch mit den Verantwortlichen der Analyse konnten zudem Erfahrungen aus der Sozialberatung sowie Perspektiven eines Reha-Trägers eingebracht und zukünftige Konzepte diskutiert werden.
Das Parlamentarische Frühstück hat die Relevanz der Rehabilitation als festen Bestandteil sozialer Sicherungssysteme unterstrichen und wichtige Impulse für die weitere politische Diskussion gesetzt. Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen und möglicher Einsparungen in sozialen Bereichen wurde die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs mit politischen Entscheidungsträgern besonders deutlich. Umso positiver wurde die Teilnahme von Abgeordneten nahezu aller Parteien bewertet, die das Format für einen intensiven Austausch nutzten.
Fotograf: Dietmar Gust