05. Dezember 2025
Klaus Klingelhöfer weiß, wie wertvoll Ehrenamt ist – besonders seit seiner schweren Kopfverletzung, nach der er Schritt für Schritt zurück ins Leben gefunden hat. Sein Engagement als stellvertretender BDH-Kreisvorsitzender bedeutet ihm heute mehr denn je.
Jeden 1. und 3. Montag im Monat lädt er um 19 Uhr zu einem Spieleabend ein in die
BDH-Klinik Braunfels
Haus 2., kleiner Speisesaal
Hubertusstraße 3-7
35619 Braunfels
Klaus Klingelhöfer weiß genau, was es bedeutet, sich in einer dramatischen gesundheitlichen Lage gut versorgt, begleitet und beraten zu fühlen. „Das dreiviertel Jahr Rehabilitation in der BDH-Klinik Braunfels war ganz wichtig, es hat mir wieder Zuversicht gegeben“, sagt er.
Als 21-jähriger Dachdecker hatte er wohl das Schrecklichste erlebt, was einem in dem Beruf widerfahren konnte. Den Sturz vom Dach. Eine schwere Kopfverletzung mit rechtseitiger Lähmung und Spastik veränderte sein gesamtes Leben. Auf seinem Weg zurück musste er viele Rückschläge einstecken.
Beruflich probierte er immer wieder Fuß zu fassen, musste sich aber irgendwann eingestehen, dass der Stress zu groß wurde. Auch geliebte Hobbys wie Fußball und Volleyball fielen weg. Zusätzlich machte ihm das Gefühl zu schaffen, mit einer Hirnverletzung von vielen in der Öffentlichkeit nicht für voll genommen zu werden.
Das ist anders in der BDH-Klinik. Hierherkommt er nicht nur einmal im Jahr zur Rehabilitation, sondern auch jeden 1. und 3. Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr ehrenamtlich zu Beratungsgesprächen in der Sozialberatung des BDH-Kreisverbandes Wetzlar und unterstützt an diesen Tagen bei Spieleabenden ab 19 Uhr.
Sein Ehrenamt als stellvertretender BDH-Kreisvorsitzender ist besonders wichtig geworden, als alles andere zu viel wurde. „Es ist etwas Schönes, wenn man anderen Menschen helfen kann. Wenn es mit dem Schwerbehindertenausweis oder der Erwerbsminderungsrente geklappt hat, hat man alles richtig gemacht. Das tut auch mir gut“, sagt er.