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BDH-Sozialrechtsberatung am 13.01.2026

02. Januar 2026

Frohes Neues Jahr 2026. Die Sozialrechtsberatung findet weiterhin am zweiten Dienstag eines Monats von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Außerdem finden Beratungen nach telefonicher Absprache statt . Telefon 02182 / 50248

News


Unfälle, chronische Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder auch Schwerbehinderung stellen betroffene Menschen oft vor schwierige sozialrechtliche Fragen, nicht selten vor Probleme im Umgang mit zuständigen Behörden. Juristinnen und Juristen des BDH Bundesverbandes Rehabilitation unterstützen und begleiten in solchen Fällen, sie sind auf sozialrechtliche Widerspruchs- und Gerichtsverfahren spezialisiert.
Als unabhängiger Sozialverband engagiert sich der BDH bundesweit, so auch in Neuss, für Menschen, die sozialrechtliche Unterstützung benötigen.
Die Anliegen, die in der Sozialrechtsberatung begleitet werden, sind vielfältig. So kann es unter anderem um abgelehnte Reha- oder Hilfsmittelanträge gehen, um Probleme mit dem Schwerbehindertenausweis oder auch Anerkennung von Pflegegraden, Erwerbsminderung oder sozialrechtliche Unterstützung bei Arbeitslosigkeit.
Die nächste Sozialrechtsprechstunde des BDH in Neuss findet am Dienstag, 13.01.2026 von 16 bis 18 Uhr beim Malteser Hilfsdienst, Breite Str. 69, 41460 Neuss  statt.
Mehr Informationen und Anmeldungen unter Tel. 02182-50248 oder neuss@bdh-reha.de.
Im Rahmen der Gemeinnützigkeit ist die Beratung für Mitglieder im Jahresbeitrag von 60 Euro enthalten. Sie hat sich gerade für langwierige Rechtswege für viele Menschen mit chronischer Erkrankung und Behinderung oder ihre Angehörigen schon bewährt.
Für Interessierte, die nicht Mitglied sind, bietet an diesem Tag der BDH ein erstes Orientierungsgespräch an. Dabei kann geklärt werden, ob eine sozialrechtliche Vertretung sinnvoll ist. Es entstehen für dieses Gespräch keine Kosten.

Zum Jahreswechsel 2025/2026 treten wieder einige wichtige Änderungen im Sozialrecht in Kraft.
Neues im Sozialrecht 2026
Krankenkassen: Zusatzbeiträge steigen

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen erhöht sich 2026 von 2,5 auf 2,9 Prozent. Dieser Wert dient als Richtgröße, jede Krankenkasse legt ihren Beitrag selbst fest.
Höhere Sozialabgaben für Besserverdienende

Die Beitragsbemessungsgrenzen – also die Höchstbeträge des Einkommens, bis zu dem Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden – werden angehoben:

Kranken- und Pflegeversicherung: 69.750 Euro jährlich (5.812,50 Euro monatlich)
Renten- und Arbeitslosenversicherung: 101.400 Euro jährlich (8.450 Euro monatlich)

Die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze) in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 77.400 Euro jährlich (6.450 Euro monatlich). Sie entscheidet, ob Angestellte in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert bleiben oder sich privat krankenversichern können.
Neue Rentenmodelle

Mit der Aktivrente können Menschen ab Erreichen der Regelaltersgrenze (67 Jahre) künftig bis zu 24.000 Euro jährlich steuerfrei hinzuverdienen (2.000 monatlich). Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge fallen weiterhin an. Zusammen mit dem Grundfreibetrag ergibt sich ein möglicher monatlicher Steuerfreibetrag von 3.029 Euro.

Neu eingeführt wird außerdem die Frühstart-Rente: Kinder zwischen 6 und 18 Jahren sollen monatlich 10 Euro staatliche Förderung erhalten, die in ein Altersvorsorgedepot fließen. Kümmern sich Eltern nicht selbst um ein Depot oder eine Versicherung, wird automatisch eine Standardlösung
Rentenerhöhung

Ab 1. Juli 2026 steigen die Renten. Die genaue Höhe legt das Bundeskabinett erst im Frühjahr fest – abhängig von Lohnentwicklung und Konjunktur.

Bei Erwerbsminderungsrenten steigen die kalenderjährlichen Hinzuverdienstgrenzen auf rund 20.700 Euro bei voller Erwerbsminderung und auf mindestens 41.500 EUR bei teilweiser Erwerbsminderung.
Erhöhung des Mindestlohns

Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde. Ab 2027 dann auf 14,60 Euro. Die Mindestlöhne in der Pflege werden ebenfalls erhöht, allerdings erst ab Juli 2026. Die Verdienstgrenze für Minijobs steigt von 556 auf 603 Euro monatlich.
Erhöhung des Kindergelds

Das Kindergeld wird zum Jahresanfang um vier Euro von 255 Euro auf 259 Euro im Monat erhöht. Das sind pro Kind 48 Euro im Jahr mehr.
Kinderkrankengeld

Die Regel, dass das Kinderkrankengeld jährlich an 15 Arbeitstagen pro Kind (statt zuvor nur an zehn Tagen) in Anspruch genommen werden kann, wird verlängert. Alleinerziehende Eltern haben weiterhin einen Anspruch auf 30 Arbeitstage.
Verhinderungspflege

Leistungen der Verhinderungspflege dürfen nur noch für das laufende und das unmittelbar vorherige Kalenderjahr abgerechnet werden. Bislang war die Abrechnung für 4 Jahre rückwirkend möglich.
Steuerliche Entlastungen für Ehrenamtler

Die Steuerpauschale für Übungsleiter steigt von 3.000 auf 3.300 Euro. Die Ehrenamtspauschale wird von 840 auf 960 Euro angehoben.
Auszahlung von Sozialleistungen

Ab 2026 sollen Sozialleistungen grundsätzlich per Überweisung ausgezahlt werden. Barzahlungen sind nur noch in Ausnahmefällen vorgesehen, etwa wenn nachweislich kein Konto eröffnet werden kann.
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