Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (u.a. YouTube-Videos, Google Analytics, Google Map), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  

„Das wollen wir doch mal sehen!“

02. Dezember 2024

Hildegard Sommer, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes Recklinghausen, erzählte der Redaktion des BDH-Magazins für die Ausgabe 4/2024 ihre Zuversichtsgeschichte.

Zuversicht ist mir wohl in die Wiege gelegt worden. Ich bin mit einer Gehbehinderung geboren, aber auch mit einem heiteren Wesen. Mein Vater sagte mir immer: Was du mit deinen Füßen nicht kannst, muss du mit dem Kopf ausgleichen. So ist es dann auch gekommen.

Bis heute hat mich meine Zuversicht nicht verlassen, auch, wenn es mitunter verdammt schwer war. Ich habe insgesamt drei Menschen mit schweren Erkrankungen in meinem Leben gepflegt. Manchmal konnte ich kaum noch glauben, dass mein Leben wieder gut wird. Zuletzt 2023 mit meiner schweren Herzerkrankung. Ich musste mich gegen die ärztliche Meinung behaupten, eine teure Operation sei aufgrund meiner Vorerkrankungen und in meinem Alter nicht mehr sinnvoll. Mein Kampfgeist regte sich aber: Das wollen wir doch mal sehen. In diesem Sommer trat ich nach OP und Reha den Beweis an. Eine Urlaubsreise nach Brela an der Makarska Riviera in Kroatien, mit Rollator und Assistenz. Vom Meer bis auf 1.200 Meter hoch auf den Sveti Jure (deutsch: Heiliger Georg) im Biokovo-Gebirge mit einer Reisegruppe - was für ein Gefühl!

Ich glaube daran, dass Zuversicht einem dabei hilft, gesund zu bleiben oder Gesundheit wiederzufinden. Andersherum macht es krank, wenn man denkt, dass die eigene Situation ausweglos ist. Sie ist es aber viel seltener, als man glaubt. Wenn man im Jetzt lebt.

Zuversicht gibt mir auch seit 2007 die Arbeit für den Kreisverband Recklinghausen und meine Beratungsarbeit, in der ich schon insgesamt 40 Jahre lang tätig bin. Ich kann damit etwas leisten, was anderen schwerfällt. Mein Talent ist es, schnell in Kontakt zu kommen: sowohl mit Menschen, die nicht gesund sind als auch mit Verantwortlichen in Stadt und Politik. Ich finde immer Menschen, mit denen es gelingt, etwas zu verbessern. Zum Beispiel für mehr Barrierefreiheit in unserer Stadt und bei öffentlichen Veranstaltungen. Das gibt mir und auch anderen Zuversicht. Wichtig für meinen Weg war vor vielen Jahren, dass jemand an mein Talent geglaubt und mich dabei unterstützt hat, es auch zu nutzen. Das war mein zweiter Mann. Obwohl er seit vielen Jahren nicht mehr lebt, trägt mich das bis heute.