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Berichte aus einer anderen Welt

500.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr eine Hirnschädigung.

Patientin in der Reha

"Was mir fehlt, und was noch akzeptabel ist, steht in einem Gutachten von 1 ½ Seiten Länge, in einer Sprache, die mir nicht zugänglich ist. Was ist aber in einem Kopf vorgegangen, der in kürzester Zeit seine Sprache verliert?" 

(Ernst Schnydrig)

Die neurologischen und neuropsychologischen Folgen sind in der Rehabilitation sozusagen "Thema": Wo liegen die Defizite eines Patienten und was lässt sich dagegen tun? Sprechen über Rehabilitation meint meistens Sprechen über derartige mess- und objektivierbare Fakten. Wie aber erleben es die Betroffenen selbst, wie gehen sie mit den zum Teil schweren Behinderungen um, die sie in den meisten Fällen tatsächlich "schlagartig" treffen und ihr Leben von Grund auf verändern, wie ist es, von einem Tag auf den anderen mit Krankheit, Leiden, Sterblichkeit, mit der Veränderung von Perspektiven, Plänen, des sozialen Umfelds konfrontiert zu sein? Die "Innenseite" des Lebens mit einer Hirnschädigung ist weitgehend unbekannt.

Es gibt aber Betroffene, die ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken aufgeschrieben haben. Einige sind in den Zeitschriften der Selbsthilfeverbände zu finden, deutlich weniger sind als Broschüren oder Bücher erschienen. 

In diesen Texten erzählen die Betroffenen, wie sie ihre Behinderung wahrnehmen, wie sie Klinik und Rehabilitation erleben und welche Schwierigkeiten beim Leben mit der Hirnschädigung entstehen.

Ein solches Ereignis und seine Folgen bedrohen vieles von dem, was das Selbst eines Menschen ausmacht; von grundlegenden Fähigkeiten wie Denken oder Sprechen bis hin zum Platz in einem sozialen Geflecht. 

Für die Autorinnen und Autoren ist das Aufschreiben oft der Versuch, dem Geschehenen einen Sinn zu verleihen, es zu deuten und zu lösen, um es bewältigen zu können. 

Für Menschen, die in der Rehabilitation tätig sind, können diese Texte eine Hilfe dabei sein, die Menschen besser zu verstehen, mit denen sie Tag für Tag arbeiten. 

Sie ergänzen die eigene Wahrnehmung durch die Sicht der Betroffenen und verdeutlichen deren Probleme, aber zeigen auch Lösungsmöglichkeiten und kreative Potentiale auf. 

Sie können dazu beitragen, Verhaltensweisen, die von außen (aus der Sicht der Therapeuten, der Pflege etc.) betrachtet oft als "schwierig" erscheinen, nachvollziehbar und akzeptierbar zu machen.

 

Berichte aus einer anderen Welt

Betroffene schreiben Erlebtes auf

 

Berichte veröffentlichen

Der BDH möchte Sie einladen, Ihre Erfahrungen mit einer neurologischen Erkrankung, mit Klinken und Rehabilitation aufzuschreiben und uns zu erlauben, sie an dieser Stelle zu veröffentlichen. 

Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alle Einsendungen veröffentlicht werden können bzw. eine Auswahl getroffen werden muss.

  • Dr. Thomas Urbach

    Thomas Urbach
    Leiter Unternehmenskommunikation
    • BDH Bundesverband Rehabilitation
    Heitere Weg 10
    79183 Waldkirch
    T0 76 81 / 208 6704
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